Feudenheim

Feudenheim Deutsche Stiftung Denkmalschutz spendet 40 000 Euro für Epiphanias-Sanierung

Das Geld fließt in den Turm

Große Freunde herrscht bei den Unterstützern der Epiphaniaskirche – eines der Wahrzeichen Feudenheims – , denn die Sanierung der Betonschäden am Turm wird mit 40 000 Euro unterstützt durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Diese hat den Betrag von der Lotterie Glücksspirale zur Verfügung gestellt bekommen. Helen Heberer, Ortskuratorin Mannheim der DSD, überreichte zusammen mit Georg Wacker, dem Geschäftsführer von Lotto Baden-Württemberg, nun den Fördervertrag.

„Die Hinterlassenschaft der Engelhardt-Stiftung hat uns bereits sehr geholfen, doch nun steht die Betonsanierung am Turm an“, sagte Heberer. Im vergangenen Jahr habe die DSD aus Bonn verschiedene Gebäude in Mannheim besichtigt. „Wir freuen uns, dass wir die Zustimmung bekommen haben.“ Die Epiphaniaskirche, die von 1963 bis 1965 von den Architekten Albrecht Lange und Hans Mitzlaff erbaut wurde, ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein kultureller Treffpunkt. Architektonisch besticht sie durch ihre schlichte Form, den isoliert stehenden Turm und die Altarwand aus farbigen Glassteinen des Künstlers Emil Kiess.

Schutz vor abbröckelndem Beton

Der seit Jahren gesperrte, von einem Bauzaun umgebene Turm braucht nach Informationen des Trägervereinsvorsitzenden Werner Besier eine Rundum-Sanierung. Erneuert werden müssen die Glockenjoche, die Glockenstube, die Treppen sowie Gitter und Absturzsicherungen. Die Kirche ist eines von über 310 Projekten, die die Denkmalstiftung allein in Baden-Württemberg mit Spenden und Erträgen der Glücksspirale fördern konnte. „Wir sorgen dafür, dass das Glücksspiel in geordnete Bahnen gelenkt wird. Das Geld, das nicht in Gewinne fließt, investieren wir in gute Zwecke“, sagte Georg Wacker. In Baden-Württemberg fließen jährlich rund 28 Millionen Euro aus Lotteriemitteln in den Denkmalschutz.

„Ich habe zum ersten Mal einen solchen Betrag im Lotto gewonnen“, freute sich Harald Klüter, Schriftführer beim Trägerverein Kulturkirche Epiphanias. Dank des bürgerschaftlichen Engagements sei es gelungen, die DSD aufmerksam zu machen. „Das gesamte Ensemble, bestehend aus Kirche, Turm und Gemeindehaus, stand infrage“, erinnerte Klüter. Die Institution Kirche verliere an Bedeutung, deshalb sei es wichtig, die Gebäude auch kulturell zu nutzen. Zu diesem Zweck habe sich 2014 die Bürgerinitiative zum Erhalt des Gebäudes gegründet.

Das Gebäude steht für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Kirchen enormen Zulauf erfuhren. „Aber noch immer ist sie ein Ort der Ruhe“, so Klüter. In der Kulturkirche finden außerdem mehr als 100 Veranstaltungen im Jahr statt – Musik, Theater, und wegen der guten Akustik sogar Tonaufnahmen. Kge