Feudenheim

Feudenheim Ungewöhnliche Kombination bei „Battaglia“ in der Epiphaniaskirche / Überraschungsauftritt von Rolf Stahlhofen

Flötentöne harmonieren mit Kampfkunst

Eine ungewöhnliche Kombination von Musik und Kampfkunst gab es mit der Veranstaltung Battaglia (Italienisch für „Schlacht“) in der Epiphaniaskirche zu bewundern. „Wir haben Darbietungen aus vier Kontinenten. Aus Asien stammt Viet Vo Dao, aus Afrika die Trommelbegleitung, aus Europa und Amerika die Musik des Blockflötenquartetts“, kündigte Ellen Weinel, Mitglied des Quartetts, das Programm an. Die Epiphaniaskirche war gut besucht, etwa 150 Leute waren gekommen.

Kaum setzte der warme Klang der Blockflöten in vier verschiedenen Stimmlagen ein und die Viet-Vo-Dao-Akteure, darunter auch Knirpse im Kampfanzug, führten ihre Übungen vor, merkte man, dass die verschiedenen Elemente gut zusammenpassen. Dasselbe galt auch für die eindrucksvollen Kpanlogo-Trommeln, gespielt vom ghanaischen Musiker und Trommellehrer Nii Ashitey Nsotse.

Spannende Instrumente hatte auch das Blockflötenquartett Flauto cantabile mit dabei, zum Beispiel eine über zwei Meter lange Subbassflöte, die die Flötistinnen überragte und mit einem Blasrohr gespielt wurde. Zu hören waren Stücke aus der Renaissance und zeitgenössische Werke. Seit zwölf Jahren schon spielt das Quartett in derselben Besetzung.

Und wie kam man nun auf die Idee, Blockflötenmusik mit Viet Vo Dao zu verbinden? „Ganz einfach! Meine Frau Josephine spielt im Quartett mit, mein Sohn und ich sind beim Viet Vo Dao. Kunst ist die Verbindung zwischen den beiden Dingen, so kamen wir auf die Idee für das heutige Programm“, sagte Alexandre Janicki. „Der heutige Abend ist ein Experiment, und wir sind sehr dankbar für die Kooperationsbereitschaft mit der Epiphaniasgemeinde. Viet Vo Dao nennt sich zwar Kampfsport, doch damit soll Respekt und Nächstenliebe vermittelt werden“, so Sven Hellmich, Leiter der Viet-Vo-Dao-Abteilung beim ASV.

„Sven hat einfach beim Trommelpalast in Käfertal angerufen und nach einem Musiker gefragt, und so kam ich hierher“, fügte Trommelmeister Nsotse hinzu. Und wenn Organisator Hellmich schon mal in Fahrt ist, ruft er gleich noch Rolf Stahlhofen an. Der schaute so spontan vorbei, dass er gar nicht im Programm stand. Er sang „Volle Kraft voraus“, ein Lied aus seiner Zeit bei den Söhnen Mannheims.

„Viet Vo Dao kann ich nur empfehlen“, meinte Alexandre Janicki, „die ganze Familie kann mitmachen, der Gemeinschaftsgeist ist groß – und man bekommt keine Rückenschmerzen!“ kge