Feudenheim

Feudenheim Brunnenfest der Bürgergemeinschaft

Fünf Vereine und zwei Bands am Rathaus

Dass die Hitze einem gemütlichen Beisammensein bei Musik und Gegrilltem nichts anhaben kann, zeigte sich beim diesjährigen Brunnenfest. Zum nunmehr neunten Mal trafen sich auf Einladung der Bürgermeinschaft Anwohner und Interessierte aus dem Umkreis rund um den alten Brunnen vor dem Rathaus, um auf Bierbänken kulinarische Köstlichkeiten und Musik zu genießen. Dementsprechend gut gelaunt war Karlheinz Steiner, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft, denn auch: „Wir sind stolz über die Zusammenarbeit der Vereine in Feudenheim und darauf, dass das von den Bürgern so gut angenommen wird.“

Steiner bezieht sich auf die teilnehmenden Vereine, die allesamt bereits im vergangenen Jahr mit Ständen vertreten waren. „Ein buntes kulinarisches Angebot“ hatte die Bürgergemeinschaft im Vorlauf angekündigt; die Fußballer vom ASV warteten mit Gegrilltem auf und reichten gemixte Cocktails dazu. Das Theodor Fliedner Haus hatte erstmalig vegetarische Maultaschen im Angebot, gleichzeitig auch seine traditionelle Gulaschsuppe. Burger und Pommes Frites oder alternativ Wurstsalat gab es beim DJB Steuben, um Kaffee und Kuchen kümmerte sich die Feudenheimer SPD. Erfrischend kühles Bier erhielten die Besucher bei Narrebloos Prinz Max.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten erstmals zwei Bands. Neben den „Honeysuckle Twins“, die das Fest eröffneten, trat auch das Trio „Secret Three“ auf. Letztere waren bereits bei der 1250-Jahr-Feier und bei „Feidene rockt“ vor Ort. Feste wie das Brunnenfest leben vom Ehrenamt. „Es steckt viel Arbeit dahinter. Auf einen Tag Fest kommen drei Tage Aufwand“, erklärte der stellvertretende Vorsitzender Christian Schultze . Umso wichtiger sei es, dass sich Veranstaltungen wie diese für die teilnehmenden Vereine lohnen. „Wir möchten den Vereinen eine Bühne bieten, um sich präsentieren zu können. Das Echo ist positiv“, freute sich Karlheinz Steiner. Generell sei Feudenheim vorbildlich, was gegenseitige Kooperationen auf Vereinsebene betrifft. Steiner wies allerdings auch darauf hin, „dass es in Feudenheim keine Brennpunkte gibt. Da haben es andere Stadtteile sicher schwerer.“

Früher Bürgerfest im Schulhof

Dass diese positiven Voraussetzungen noch lange kein Garant für erfolgreiche Feste sind, zeigt ein Blick zurück: Seit 2010 findet das Brunnenfest nun vor dem Rathaus statt. Anlass zur erstmaligen Ausrichtung war damals das 100. Jubiläum zur Eingemeindung Feudenheims. Das in den Jahren zuvor anstelle des Brunnenfestes ausgerichtete Bürgerfest hatte allerdings oft nicht den erhofften Zuspruch erhalten. „Damals haben wir noch im Schulhof der Grundschule gefeiert. Es gab kaum Schatten, was bei diesen Temperaturen natürlich Probleme bereitet“, erinnert sich Beisitzer Rainer Straßel.

Unabhängig vom Ausgang dieser Causa steht für die Bürgergemeinschaft im kommenden Jahr ein freudiges Jubiläum auf dem Programm. Zum dann zehnjährigen Bestehen des Brunnenfestes „müssen wir richtig groß auffahren“, freute sich Christian Schultze, schränkte aber sogleich ein: „Sehr viel mehr kann man hier nicht machen, wir nutzen den Platz ja schon vollständig aus.“ Karlheinz Steiner kündigte schmunzelnd trotzdem schon einmal einen „Stargast“ an. Die übrigen Rahmenbedingungen, bestehend aus Bierbänken, Zelten und zahlreichen teilnehmenden Vereinen blieben bestehen, denn „so ist es gemütlich.“