Feudenheim

Ost/Feudenheim SPD-Landtagsabgeordneter und der Ortsverein luden zu einer Begehung

Für einen sicheren Schulweg

Archivartikel

Die Schülerinnen und Schüler, die ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kinder-Roller zurücklegen, werden täglich mit Herausforderungen im Straßenverkehr konfrontiert. Auf jedem Schulweg gibt es einige Knotenpunkte, bei denen es für Kinder besonders unübersichtlich wird. Um einige dieser Stellen in Feudenheim zu sichten und eventuelle Verbesserungen zu besprechen, lud der SPD-Landtagsabgeordnete Boris Weirauch und der SPD-Ortsverein Feudenheim zu einer Begehung des Schulwegs ein.

Wohnmobile verdecken Sicht

Einen Tag zuvor hatte bereits eine solche Aktion in Neckarau stattgefunden. In Feudenheim war der Start des Rundgangs die Spessartstraße hinter der Grundschule und der Kulturhalle. Hier fiel vor allem ins Auge, dass viele Anwohner ihre Wohnmobile und Wohnwägen an der Straße entlang parken, so dass die Sicht eingeschränkt ist, und zwar für alle Verkehrsteilnehmer.

Die Radfahrer sehen zum Beispiel nicht, wenn Kinder zwischen den Wohnmobilen plötzlich auftauchen. Als Berater für den ruhenden Verkehr war Harald Born vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung mit dabei, für den fahrenden Verkehr Thomas Bien, Polizei Mannheim. Auch Ulrich Lutz, Rektor der Brüder-Grimm-Grundschule, war mit dabei.

Coronabedingt gebe es zurzeit viel mehr Wohnmobile, meinte Born. Als Lösung schlug er eine so genannte „Gehwegnase“ vor, eine stellenweise Verbreiterung des Gehwegs, sodass Kinder weiter nach vorn gehen können und bessere Sicht auf die Straße haben.

Und auch ein Problem, das erst in den letzten Jahren in aller Munde ist, wurde besprochen: Die zahlreichen Elterntaxis, die jeden Morgen vor Unterrichtsbeginn im Schwarm auftauchen. „In Neckarau gibt es sogar Drop Zones, wo die Eltern kurz anhalten können“, so Weirauch. Die zweite Station, die Straßenbahn-Haltestelle Neckarstraße, liegt zwar an einer für Kinder schwierigen Kreuzung, doch immerhin gibt es hier bereits eine Querungshilfe in der Mitte der Fahrbahn.

Doch wirklich chaotisch wird es erst dann, wenn alle Schulwege zusammenlaufen, nämlich an der Schule selbst. Wegen Corona haben zurzeit die Realschüler und die Gymnasiasten verschiedene Eingänge. „Hier herrscht morgens vor acht Uhr ein Verkehrschaos. Die Schüler des Gymnasiums, die mit dem Rad kommen, halten kurz davor an, um ihre Maske herauszuholen, dabei bildet sich ein Rückstau“, schilderte Stadträtin Lena Kamrad die Situation. Wenn dann auch noch die Elterntaxis vorfahren, sei das Chaos perfekt, daher könnte man sich eine teilweise Sperrung der Peter-und-Paul-Straße während der Corona-Zeit vorstellen.

Die letzte Station bei dem Rundgang war die Haltestelle Blücherstraße, an der sich ebenfalls viele Wege kreuzen. Hier fährt die Straßenbahn besonders schnell ein, der Fahrradweg geht über den Gehweg hinweg, es gibt eine Zufahrt zu einem Parkplatz und eine Ampelanlage. „Hier kommt es schon mal zu kleineren Unfällen“, gab Thomas Bien zu bedenken.

Besser markieren

Um auch diese zu vermeiden könne man laut Boris Weirauch die Haltestelle und den Radweg optisch betonen und stärker markieren, zum Beispiel mit Pollern; und die Ampelanlage besser schützen, da diese von den Kindern bevorzugt benutzt werde, so der Sozialdemokrat.