Feudenheim

OST Ostereierschießen bei der Schützengesellschaft 1744 Mannheim

Für jeden Treffer gibt’s ein Ei

Archivartikel

Auf ein großes Publikumsinteresse traf auch in diesem Jahr wieder das Ostereierschießen bei der Schützengesellschaft 1744 Mannheim. „An allen drei Tagen hatten wir einen tollen Besuch“, freute sich Wolfgang Peipe. Seit 36 Jahren ist der Abteilungsleiter Gewehr im Verein aktiv. „Nicht ganz so lange gibt es diese Veranstaltung“, berichtete er stolz. Solche Festivitäten seien wichtig, um den Verein nach Außen hin zu präsentieren. „Denn immer wieder haben wir mit Vorurteilen gegenüber unserer Sportart zu kämpfen“, kritisierte er.

„Wir sind Sportler und keine Kriminellen“, meinte auch Walter Didion, beim Ostereierschießen für die Sicherheit am Schießstand zuständig. Jedes neue Mitglied werde genau unter die Lupen genommen. „Bei uns geht es um den sportlichen Erfolg“, hob er hervor. Zudem lege man größten Wert auf Sicherheitsmaßnahmen. Bei kleinkalibrigen Waffen sei eine Aufsicht am Schützenstand Pflicht.

Ruhige Hand wichtig

„Beim Luftgewehr gelten andere Vorschriften“, erklärte Wolfgang Peipe. Doch Jugendliche unter 18 Jahren dürften selbst hier nicht allein schießen und benötigten die Genehmigung der Eltern. Um ein guter Schütze zu werden, brauche es neben einer ruhigen Hand auch ein gutes Auge, erläuterte der Abteilungsleiter. Auch die richtige Atemtechnik sei wichtig, um den Puls unter Kontrolle zu bekommen. „Das handhabt jeder Schütze aber unterschiedlich“, wie Peipe verriet. Er selbst halte beispielsweise die Luft an.

Über mangelenden Nachwuchs können sich die Schützen nicht beklagen. „Rund 20 Prozent der 600 Mitglieder sind unter 18 Jahren“, berichtete der Abteilungsleiter. „Wir hoffen natürlich, durch diese Veranstaltung den einen oder anderen ebenso für unseren Verein zu gewinnen“, meinte Walter Didion. „Das ist der entscheidende Punkt, warum wir diese Veranstaltung organisieren“, erläuterte er.

Während der Verein nach drei Jahren das weniger gut frequentierte Nikolausschießen eingestellt hat, laufe es an Ostern wesentlich besser, berichtete Peipe. Für einen Euro erhielten die Besucher drei Schüsse. Jeder Treffer ins Schwarze wurde mit einem Ei belohnt. Für den Zehner winkte die doppelte Menge.

Allein 5000 Eier habe die Schützengesellschaft im Vorfeld der Veranstaltung gekauft, berichtete Wolfgang Peipe. „Dazu gibt es noch Schokoladenhasen und Schlümpfe abzuräumen“, unterstrich er. Ab 20 Punkten winkten für Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren entsprechende Orden. jba