Feudenheim

Feudenheim Schattenmorellen gewinnen Torpedo-Cup

Fußball mit hohem Spaßfaktor

Schon allein die Namen flößten ein wenig Furcht ein, zumindest waren sie wunderlich. Da trafen die „Ronzeschwinger“ auf die „Narrebloos“. Die „Saufhemden“ kämpften gegen die „Irish Bastards“ oder „Smörebröd“ gegen „Hinterm Kraftwerk“ und die „Mannheim Wonderers gegen „Dynamo Schattenmorellen“. Beim 23. Torpedocup auf der Anlage des TSV Badenia Feudenheim ging es alles andere als ernst zu. „Bei uns steht die Gaudi im Vordergrund“, sagte Organisator Tim Back.

Da floss schon am frühen Morgen Bier, um die Gelenke und die Kehle für größere Aufgaben, die an diesem Tag sicher zu bewältigen waren, schon einmal vorab zu schmieren. „Wir haben Gäste aus Berlin, die nehmen schon seit 1997 jährlich an diesem Turner teil“, erzählte Back. Auch aus Mainz waren Freizeitkicker angereist. Insgesamt 20 Mannschaften jagten hinter dem runden Leder her und bestätigten einen Satz, der dem ehemaligen Bundestrainer Sepp Herberger zugeschrieben wird: „Das Runde muss in das Eckige“.

Es ging ja schließlich auch um Pokale und um die wurde heftig gekämpft. Einen rabenschwarzen Einstieg erlebten zum Beispiel die Titelverteidiger „Thirsty Thursday Players“, die Freizeitkicker des Mannheimer Morgen, im Spiel gegen die Beach Boys aus Neckarau. Mit 1:2 ging das erste Spiel verloren. Spieler Steffen Mack nahm es gelassen: „Da kann man nichts machen.“ Er meinte, dass sich viele Teams im Laufe der Jahre verjüngt hätten. In seinem Team jagten auch die Söhne Lennart und Sander hinter dem Leder hinterher.

Zu der unüberhörbaren Musik, die zum Gelingen des Turniers unbedingt ist, gehören auch die vielen jungen Mütter, die am Spielfeldrand für Stimmung sorgen und ihre Männer lautstark unterstützen. Legendär ist die Party, die sich traditonell an das Turniergeschehen anschließt. Hier taten sich ganz besonders die vielen Auswechselspieler hervor, die zuvor vielleicht etwas weniger zum Einsatz gekommen waren.

Gutes Spielniveau auf dem Platz

Für die Kicker des „MM“ war in der Endrunde Schluss. Ihnen ging gegen die Freizeitfußballer der MVV regelrecht der „Saft“ aus. Dagegen hatten die Schattenmorellen mehr Glück. Sie gewannen das Turnier und damit den begehrten Wanderpokal von Gastgeber „Torpedo Kühlschrank“. An den Schattenmorellen zeigt sich, dass auch bei solchen Freizeitkicker-Turnieren richtig guter Fußball gespielt wird. So spielte Gründungsmitglied Tobias Günther früher in der Landesliga, Viktor Krist ist ehemaliger Hessenliga-Spieler.

Zweiter Sieger beim Torpedo-Cup waren die „Blue Devils“ vor der „Narrebloos“ und den „Ronzeschwinger“. has