Feudenheim

Gefühlt kein Ersatz

Roger Scholl zur Umsiedlung von Kleingärten

Jetzt liegt also eine Kompromiss-Regelung zwischen dem Kleingartenverein Feudenheim und der Stadt auf dem Tisch, sie sieht Entschädigungsregelungen vor, eine Mehrheit im Verein hat für diesen Kompromiss gestimmt. Doch noch stehen die maßgeblichen Beschlüsse und Genehmigungen bezüglich des Radschnellwegs und der Ersatzflächen für die Gärten aus. Wie sie ausfallen werden, lässt sich bisher nicht sagen. Was sich freilich ermessen lässt, ist die Wirkung einer solchen Verlagerung für die Betroffenen. Hier haben Menschen zusammen mit ihren Familien mit viel Liebe, Fleiß und Ausdauer einen Garten angelegt und gepflegt, haben schöne Stunden in ihm verlebt. Das aufzugeben und neu anzufangen fällt in jedem Fall nicht leicht. Erst recht nicht, wenn die genaue Höhe der Schätzung des Werts eines Gartens – und damit eine wesentliche Entscheidungsgrundlage – erst im Januar vorliegt. Noch schwerer ist es allein für die, die vielleicht zu alt oder gesundheitlich zu stark eingeschränkt sind, um noch einmal von vorne zu beginnen. Sie verlieren viel – auch an Lebensqualität. Keine noch so großzügige Entschädigungslösung kann dies ersetzen.