Feudenheim

Feudenheim Vielbeklatschter Auftritt der Mandolinata

Gekonnt gezupft – von Klassik bis Moderne

Klassik gezupft – das ergibt ein Konzert des Orchesters Mandolinata Mannheim, das in diesem Jahr in der Kulturhalle Feudenheim auftrat. Die Musik spannte einen Bogen vom Barock über lateinamerikanische Rhythmen bis zur Moderne, wie der Vorsitzende Christian Randl zu Beginn des Konzerts hervorhob. Er wies daraufhin, dass das Orchester im nächsten Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert.

Wer das Ensemble unterstützen wolle, sei es durch eine Anzeige in der Festschrift oder auf andere Weise, der könne sich direkt an ihn wenden und Genaueres erfahren. Es war übrigens das erste große Konzert unter dem neuen Dirigenten Nikolaos Connor, das dieser souverän meisterte. Der lang anhaltende Beifall am Ende galt sowohl den Musikern, der Sängerin Emma Fuchs und dem Dirigenten. Bei allen Mitwirkenden bedankte sich das Orchester mit einem Blumengebinde.

Entspannter Nachmittag

Es war aber auch ein entspannter Nachmittag in der Kulturhalle, als die Musiker mit Carl Stamitz’ Orchesterquartett in F-Dur ruhig begannen. Auf ein munteres, fröhliches „Allegro assai“ folgten „Andante ma allegro“ und ein sehr rasches „Presto assai“. Eines der bekanntesten Werke des finnischen Komponisten Jean Sibelius folgte. Sibelius hatte die „Valse triste“ einst für wenig Geld an einen Verlag verkauft, der damit ein Vermögen verdiente. Etwas gespenstisch hörte sich die Musik schon an. Sibelius hatte im Jahr 1902 die Bühnemusik zu Arvid Järneeldts Drama „Kuolema“ („Der Tod“) geschrieben. Daraus stammte dieser Walzer. Antonio Vivaldi kam mit seinem Konzert in C-Dur zu Ehren. Christian Brandl glänzte darin als Solist, der zusammen mit dem Zupforchester die Bearbeitung von Siegfried Behrend präsentierte.

Nach einer kleinen Pause übernahm das Jugendorchester Pluck for Fun das Kommando. Die jungen Musiker spielten unter der Leitung von Zacharias Zschenderlein virtuos und ohne jegliches Lampenfieber. Der Nachwuchs feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Das Betreten der Bühne, bei dem die Nachwuchsmusiker nach und nach aus dem Dunkel hervortraten, war alleine schon ein kleines Erlebnis. Zum Geburtstag spielten Gründungsmitglieder „Die kleine Geisha“ für Zupforchester, ehe das Orchester wieder die Oberhand mit einem abwechslungsreichen zweiten Programmteil übernahm. Von Christopher Grafschmidt wurde“ Skabbalabaster“ vorgetragen. George Gershwin kam mit „I got rhythm“ und „Summertime“ zu Ehren, und von Frederico Garcia Lorca spielte das Ensemble „Tres Morillas Enamoran en Jaen“.

Christian Weyhofen trat als Solist auf, Emma Fuchs sang dazu. „Rumba Flamenca“ von Dieter Kreidler bildete einen gekonnten Abschluss des Konzertnachmittags. Rhythmischer Beifall des Publikums erzwang dann einen Walzer als Zugabe. Auch danach hatte das Publikum noch nicht genug von der wunderbaren Musik. Sängerin Emma Fuchs hatte sich bereits umgezogen, aber sie sang in ziviler Kleidung noch einmal zur Musik von George Gershwin, ehe alle sich zufrieden auf den Heimweg machten. has