Feudenheim

Feudenheim Kindermaskenball der KG Lallehaag sorgt für ausverkaufte Kulturhalle / Aufwärmen an den Spielestationen im Foyer

Grinsekatze bittet zur Polonaise

Was wäre Fasnacht ohne den traditionellen Kindermaskenball in der Kulturhalle Feudenheim? Auch in diesem Jahr wurde er von der Karneval-Gesellschaft Lallehaag veranstaltet, und wieder einmal platzte die Kulturhalle fast aus allen Nähten. „Wir mussten schon oft in den Vorjahren wegen Überfüllung schließen, manchmal war die Tombola nach der Hälfte der Veranstaltung leergefegt“, sagte Vereinsmitglied Michael Meißner, der normalerweise für die Lallehaag-Homepage zuständig ist und an diesem Tag beim Ausschank mithalf.

Bis zu 500 Personen passen in die Halle. „Einen Vorverkauf haben wir nicht, wer zuerst kommt, kommt rein. Daher standen schon um kurz nach zwölf, eine knappe Stunde vor Einlass, die ersten Leute mit Kindern vor der Tür. Da es draußen ziemlich kalt ist, haben wir sie schon mal ins Foyer gelassen“, so Meißner. Entsprechend war hier schon der Bär los: Einhörner, Bienen, Piraten und Prinzessinnen übten sich in Geschicklichkeits- und Wurfspielen wie dem Rollstuhl-Parcours oder dem Pinguin-Kegeln. Glück hatte, wer an den Tischen in der Halle einen Sitzplatz ergattert hatte.

Besucher aus anderen Stadtteilen

Nicht nur Feudenheimer hatten ihren Weg in die Kulturhalle gefunden. „Wir kommen aus der Oststadt und sind hier, da die Tochter einer Freundin beim Lallehaag in der Garde tanzt“, sagte Kaja Dittmann, die mit ihrem Mann Dennis und Tochter Maila gekommen war. „Maila ist zwar erst 14 Monate alt, aber sie guckt schon, was hier Spannendes passiert. Wir sind Fasnachter, ich selbst war lange Zeit beim Gardeschautanz des Feuerio. Den Kindermaskenball finde ich gut, da sich die Kinder so schön austoben können.“

Das Bühnenprogramm mit vielen verschiedenen Spielen und Tänzen wurde moderiert von Lallehaag-Gardecheftrainerin Claudia Proßwitz. Die ließ sich trotz der anhaltenden Lautstärke nicht aus der Ruhe bringen. Seit zehn Jahren organisiert sie das Programm und legt Wert darauf, dass es auch mal einen Wechsel bei den Spielen gibt.

„Die Spielstationen im Foyer haben wir erst seit einigen Jahren, damit auch die Kinder zum Zug kommen, die bei den Bühnenspielen nicht dabei waren“, so Proßwitz, die dieses Jahr als pink-weiß gestreifte Grinsekatze aus „Alice im Wunderland“ verkleidet war, während ihr Assistent Anthony Porter das Kostüm des Hutmachers trug.

Eigentlich sind die Kinder, die den Maskenball besuchen, zwei bis neun Jahre alt. Doch als die gut gelaunte Grinsekatze zur Polonaise aufrief, waren die Teenager, die sich einreihten, nicht zu übersehen. Und die Erwachsenen, die meist auch aufwändig verkleidet waren, mussten zur Belustigung der Kleinen beim Eierlauf mitmachen. Der Kindermaskenball der KG Lallehaag hat eben nicht nur für kleinen Besucher etwas zu bieten.