Feudenheim

Feudenheim Tagesförderzentrum eröffnet Erlebnisgarten / Unterstützung von MBA-Studenten

Grüner Ort der Ruhe und Begegnung

Archivartikel

Auf dem Gelände des Tagesförderzentrums Vogelstang (TFZ) ist innerhalb weniger Wochen ein Erlebnisgarten mit verschiedenen Stationen entstanden. Mit Kräutergarten, Barfußpark, Nestschaukel, Klangelementen, bequemen Liegeplätzen und Sandfläche sollen alle Sinne angesprochen werden. Ein Brunnen ist noch in Planung. Entstanden ist der Park in Kooperation mit 52 Studenten der Mannheim Business School, die ein Praxismodul belegen mussten, bei dem es um Soziales und Nachhaltigkeit ging.

„Anfang des Jahres haben wir uns ein Thema übergelegt und online den Kontakt zur Diakonie hergestellt. Wir haben einfach nachgefragt, und es gab Bedarf“, sagte Patrick Merkel, der eine 24-monatige nebenberufliche Management-Weiterbildung absolviert und währenddessen Vollzeit arbeitet. Über Spenden von Privatpersonen und Firmen aus ganz Deutschland kam eine stattliche Summe von 30 000 Euro zusammen. Auch bei der Gestaltung des Gartens packten die Studenten mit an. Der Masterstudiengang setzt mindestens drei Jahre Berufserfahrung voraus, daher stammen die Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen und bringen die unterschiedlichsten theoretischen und praktischen Erfahrungen mit ein – vielleicht mit ein Grund für das zügige Tempo, denn von der Idee bis zur Einweihungsfeier verging nur ein halbes Jahr. „Unter uns sind Mediziner, Juristen, Ingenieure und Sozialwissenschaftler, die Altersspanne reicht von 25 bis 40 Jahren. Die Hälfte von uns kommt aus dem Ausland und ist für das Praxismodul jedes Mal angereist“, fügte Merkel hinzu. Ein Praxismodul dauert jeweils acht Tage und findet während des Studiums sechsmal im Jahr statt, eine Einteilung in Semester gibt es nicht. Der Abschluss lautet dann Master of Business Administration (MBA). „Wir sind stolz auf unseren neuen, vielfältigen Erlebnisgarten, in den die Studenten 250 Arbeitsstunden gesteckt haben. Das Ergebnis zeigt ein hohes Maß an Kompetenz aller Beteiligten“, sagte Gernot Scholl, Vorstand der Gemeindediakonie Mannheim. „Die Führungskräfte von morgen können sich soziales Engagement durchaus leisten, mich beruhigt es, wenn sie die zukünftigen Führungskräfte sind“, so Viola Brauch, Leiterin des TFZ. „Die Studenten kommen zwar aus einer eher theoretischen Richtung, waren aber so empathisch engagiert, dass ich es bedauere, dass das Projekt zu Ende ist.“ Bereits bei der Einweihungsfeier hatten die behinderten Menschen, die das Tagesförderzentrum täglich nutzen, die Möglichkeit, die einzelnen Elemente des Erlebnisgartens auszuprobieren. Im Zentrum werden in sechs Förder- und Betreuungsgruppen insgesamt 39 Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung begleitet und gefördert. In der nahe gelegenen Werkstatt gibt es eine Gruppe mit sieben Menschen. kge