Feudenheim

Feudenheim Demonstration nach dem Kirchgang / Bürger wollen das Gebäude erhalten

Initiative zeigt Herz für den Prinz Max

Archivartikel

Die Initiative „Rettet den Prinz Max“ zeigte im Gottesdienst Flagge, oder besser gesagt: Herz. Schließlich sprangen über 60 Anstecker an den Jacken der Prinz-Max-Freunde ins Auge, sie sollen zeigen, dass man nicht aufgibt im Bemühen um die Rettung des Gebäudes.

„Es wurde ein Investor gefunden, der denselben Preis bietet, den damals die Evangelische Kirche gezahlt hätte. Wir möchten das Gemeindehaus für die Allgemeinheit erhalten und haben für unsere heutige Aktion extra noch einmal Buttons machen lassen“, sagte Irmgard Benz, Mitgründerin der Initiative. Der Name des Investors werde noch nicht öffentlich genannt. „Die Bausubstanz ist noch in Ordnung, und die Nutzung geht vor Profit, daher fragen wir uns, warum die Kirche zögert.“

„Auch wenn ich nicht aus Feudenheim stamme und sozusagen ,noigeplackt’ bin, bedeutet der Prinz Max für mich ein Stück Heimat, da ich an vielen Veranstaltungen dort teilgenommen habe“, sagte Marianne Rohde. „Vereine wie die Frauenfasnacht haben keine Ausweichmöglichkeit für ihre Veranstaltungen.“ Außer praktischen Gründen sind es auch die Erinnerungen, warum die Gemeindemitglieder an diesem Tage den Button trugen. „Wir haben unsere Kindheit und Jugend im Prinz Max verbracht, sei es beim Gemeindefest oder bei Partys“, so Thomas Baier. „Hier im Umkreis gibt es keinen zweiten Saal wie diesen. Er stammt aus den 20er Jahren, damals hat ihn die Gemeinde St. Peter und Paul erworben.“

Der Prinz Max bietet 200 Sitzplätze und sei daher ideal für mittelgroße Veranstaltungen wie Frauenfasnacht, Kindermaskenball der Narrebloos oder Kindertheaterstücke der Kultur-Events. Damit ist der Saal eine Alternative zur Kulturhalle, die 500 Plätze bietet. Die Mitglieder der Initiative warten nun gespannt auf eine Reaktion der Leitungsgremien der katholischen Kirche. Kge