Feudenheim

Feudenheim Renommierte Musiker Fidan Osmanaj und Scott Faigen spielen Klassik im Theodor Fliedner Haus

Klarinette und Klavier begeistern Senioren

Es war ein außergewöhnlicher Ort für ein außergewöhnliches Konzert. Feudenheimer Kultur Events präsentierte mit den beiden Musikern Fidan Osmanaj und Scott Faigen ein Konzert für Klarinette und Klavier im Theodor Fliedner Haus. Der herzliche Beifall am Ende belohnte die beiden Ausnahmemusiker für ihre sensationelle Leistung. „Das war wirklich schön. So etwas hört man nur sehr selten,“ meinte ein älterer Herr, der sich das Konzert zusammen mit seiner Frau angehört hatte.

Omanaj stammt aus einer erfolgreichen Musikerfamilie. Seine ersten Klarinettenstunden bekam er mit neun Jahren. Seinen „Master of music“ machte er an der Staatlichen Hochschule für Musik in der Quadratestadt. Er begründete die Musikschule TonKunst, wo er im Fach Klarinette unterrichtet. Der zweite im Bunde war Scott Faigen, der im Alter von 16 Jahren sein Debüt mit dem Pittsburgh Symphonie Orchestra feierte. Seit 1989 ist er Dozent an der Musikhochschule in Mannheim.

Auf den ersten Blick haben die Biografien der beiden renommierten Künstler nur wenig gemeinsam Osmanaj wurde 1984 im Kosovo geboren, Faigen erblickte im 1955 in den USA das Licht der Welt. Im Fliedner-Haus servierten sie ein Feuerwerk der klassischen Musik. Das begann mit der 1962 entstandenen Sonate für Klarinette und Klavier. Sie gilt als eines der letzten Werke des französischen Komponisten Francis Poulenc. Die Komposition besteht aus drei Sätzen, einem Allegro tristamente, Romanza und Allegro con fuoco.

Lebhaftes Finale

Gerade beim zweiten Satz zeigten die beiden Musiker ihr ganzes Können. Ein überaus lebhafte Finale wechselt durch verschiedene Ton- und Takt-arten hindurch. Nicht weniger fröhlich folgten die Rumänischen Volkstänze von Béla Bartók. Er hatte sich ab 1904 intensiv mit der musikalischen Folklore Südosteuropas beschäftigt. Wie kaum ein anderes Instrument vermag wohl die Klarinette den dieser Musik innewohnenden Charakter auszudrücken.

Johannes Brahms komponierte den Großteil seiner Klaviersonate Nr. 3 in f-moll im Oktober 1853. Sie entstand für den Klarinettisten Richard Mühlfeld, den der Komponist wegen seiner weichen Tongebung scherzhaft „Fräulein Klarinette“ nannte. Mit „Four weddings and a dance“ des 1958 geborenen Komponisten Thomas Simaku kehrten die beiden Musiker aus vergangenen Jahrhunderten wieder in die Gegenwart zurück. Das Spiel der Zwei blieb durchweg locker und gekonnt. Klar, dass Osmanaj und Faigen nicht ohne Zugabe, die sie in Form von fünf albanischen Hochzeitsliedern vorstellten, von der Bühne gelassen wurden. has