Feudenheim

Feudenheim Kulturtreff bereitet sich auf sein 25-jähriges Bestehen vor / Sonderschau am 17. Juni blickt auf die Höhepunkte seit Vereinsbestehen zurück

Kleines Team – starke Gemeinschaft

Archivartikel

Auf elf Veranstaltungen im zurückliegenden Jahr kann der Feudenheimer Kulturtreff Altes Rathaus zurückblicken. „Der November ist immer unser aktivster Monat, zum Beispiel mit der sehr gut besuchten Langen Nacht der Kunst und Genüsse“, erklärte die Erste Vorsitzende Christine Schaefer. „Wir haben uns gut behauptet und unser Besucherniveau gehalten. Vielleicht können wir aber noch mehr machen“, analysierte die Vorsitzende. In den hinteren Räumen des Alten Rathauses, inmitten der Sonderausstellung der Malerin Sigrid Kiessling-Rossmann, fand jetzt die Jahreshauptversammlung des Vereins statt.

Im Rahmen der turnusmäßig stattfindenden Vorstandsneuwahlen verabschiedete Christine Schaefer mit einer grünen Topfpflanze ihre Stellvertreterin May-Britt Hiemenz, die aus zeitlichen und privaten Gründen das Amt der Zweiten Vorsitzenden niederlegt und an die einstimmig gewählte Nachfolgerin Monika Hellweg abgibt. Jedoch bleibt Hiemenz als einfaches Mitglied dem Kulturtreff erhalten. „Du warst stets zuverlässig, und war der Stress noch so groß – du hast immer Ruhe ausgestrahlt“, lobte die Erste Vorsitzende. An der Sitzung nahmen zehn Mitglieder teil. Gegenwärtig zählt der Verein 59 Mitglieder. Ab sofort wird May-Britt Hiemenz bei der Zusammenstellung des Veranstaltungskalenders mitarbeiten. „Unser Programm-Ausschuss trifft sich am ersten Dienstag im Monat“, erläuterte Christine Schaefer.

Von der BW Bank erhielt der Kulturtreff, der 2018 sein 25-jähriges Bestehen feiert, eine Spende von 470 Euro. „Wir haben diese Spende für Steh- und Klapptische verwendet, die wir bei Vernissagen benutzen können“, freute sich Christine Schaefer. Der Kulturtreff sei zwar ein kleines Team, das jedoch mit starkem Gemeinschaftssinn viel bewege. Außerdem überlegte die Versammlung, wie der örtliche Kulturtreff effizienter Werbung für sich machen könnte – über die Grenzen des Stadtteils Feudenheim hinaus. „Wir sollten die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen verbessern, auch in der Nachbarschaft. In Heddesheim gibt es einen sehr rührigen Kulturverein“, regte Christine Schaefer an. Denkbar sei auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein für Ortsgeschichte und dessen Vorsitzenden Alois Putzer. „Davon können wir profitieren und neue Publikumskreise erschließen.“

Ansprache an junges Publikum

Zudem möchte der Kulturtreff sein Programm in die Sekretariate der örtlichen Schulen mailen, um junge Menschen anzuregen, sich für Bildende Künste zu interessieren. In Bezug auf das 25-jährige Bestehen könne man aus Kostengründen kein größeres Fest feiern, hieß es. Trotzdem wird der Kulturtreff mit einer historischen Sonderausstellung, bestehend aus Fotografien und alten Veranstaltungsplakaten der letzten zweieinhalb Jahrzehnte, dieses besondere Jubiläum in seinen Räumen begehen. Am Sonntag, 17. Juni, wird diese Sonderschau ihre Eröffnung feiern. „Um Revue passieren zu lassen, was wir bisher alles geschafft haben“, sprach Schaefer.

Gerne erinnert sich der Kulturtreff daran zurück, als 2001 der damalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu einer Vernissage des Dosenkünstlers Franz Bellmann erschien. Außerdem plant der Treff die Aufstellung eines Hinweisschildes, das auf die etwas versteckt liegenden Räumlichkeiten im hinteren Bereich des Alten Rathauses aufmerksam machen soll.