Feudenheim

Feudenheim Bürgerinitiative befürchtet Mehrbelastung am Aubuckel wegen BBC-Brückensperrung / Bezirksbeirat Kögel mit Vorschlag

„Kreuzung entspreitzen“

Archivartikel

Es geht um Lärm und Abgase rund um den Aubuckel und den Wingertsbuckel, und das Thema beschäftigt nicht nur die unmittelbar betroffenen Anwohner in Feudenheim, längst strahlt es über die Grenzen des Stadtteils hinaus. Das zum einen, weil der SPD-Landtagsabgeordnete und Feudenheimer Boris Weirauch eine Kleine Anfrage an die baden-württembergische Landesregierung in Stuttgart gestellt hat (wir berichteten). In der geht es um Möglichkeiten, die Belastungen für die Nachbarschaft zu reduzieren, eine Antwort steht bekanntlich noch aus. Doch auch in Mannheim beschäftigen sich Politiker mit Lösungsvorschlägen – selbst wenn sie nicht im Stadtteil aktiv sind: Volker P. Kögel, er engagiert sich für die CDU im Bezirksbeirat Vogelstang, hat jetzt eine zumindest interessante und diskussionswürdige Variante vorgestellt: Ein Umbau der Kreuzung Feudenheimer Straße/Am Aubuckel würde, davon ist Kögel überzeugt, zur Verbesserung der Situation beitragen.

Freilich befürchtet die Bürgerinitiative „Lebenswerter Feudenheim“, die auch schon eine Petition zum Thema auf den Weg gebracht hat, ganz aktuell eher eine Verschlechterung – nicht bei einem Kreuzungsumbau, sondern aufgrund der neuesten Entwicklung an der BBC-Brücke. Das Bauwerk ist bekanntlich marode, schwere Laster müssen über Magdeburger- und Sudetenstraße sowie über die Feudenheimer Straße umgeleitet werden. Nicht nur die BI sieht dabei die Gefahr, dass die Lkw Schleichwege über Wingertsbuckel und Aubuckel nehmen. Die CDU hat diese Befürchtungen ebenfalls, sie forderte in einem Antrag auch eine Sperrung des Wingertsbuckels für die schweren Laster.

Bereits im Oktober hatte Volker P. Kögel seine Entlastungsvariante im Unterausschuss für Konversion des Gemeinderats vorgestellt. „Die Kreuzung Am Aubuckel/Feudenheimer Straße wurde ursprünglich so gebaut, dass bei der damals geplanten Weiterführung der B38a durch die Au diese unter die Feudenheimer Straße geführt werden kann“, sagt der Bezirksbeirat, der sich immer wieder im Stadtteilparlament auf der Vogelstang bei Verkehrsthemen mit eigenen Vorschlägen einbringt. Die sind stets detailliert ausgearbeitet und mit Planskizzen Versehen.

Vorteile aufgezeigt

Da die ursprünglichen Verlagerungspläne bekanntlich nicht weiterverfolgt wurden und auch die Verlegung der Straße entlang der Riedbahn im Gemeinderat keine Mehrheit gefunden habe, sollte die Westhälfte der Kreuzung nun so umgebaut werden, dass eine „normale Kreuzung“ entstehen könne, schlägt Kögel vor. „Hierzu wäre nur die Vertiefung zwischen der gespreizten Straße aufzufüllen – etwa mit Recycling-Material von Spinelli oder Aushub vom geplanten Au-See – und dann mit einer Fahrbahn zu versehen. Die vorhandene Ampelanlage müsste teilweise erneuert werden“.

Gewinn von Gelände

Durch diesen Umbau ergäben sich, so zeigt Kögel auf, gleich mehrere „gravierende Vorteile“. Der morgendliche Rückstau bis über den Damaschkering entfiele, da die Leistungsfähigkeit durch den Entfall der zweispurigen Schikane wesentlich erhöht wird. Das wiederum „brächte eine enorme Lärm- und Abgas-Entlastung für die Anwohner“. Sollte so ein Kreuzungsumbau zeitnah möglich sein, würde auch die Verkehrssituation während der Baumaßnahmen auf Spinelli und der Buga verbessert. Die Kosten für einen solchen Umbau wären, so meint Kögel , „vorwiegend vom Land und dem Rhein-Neckar-Kreis“ zu tragen.

Und noch einen Vorteil sieht Kögel: „Durch den Rückbau der Kreuzung entsteht ein Geländegewinn“, und der wäre seiner Ansicht nach „gut geeignet für den Neubau einer Tankstelle“, die ja am Neckarplatt kürzlich weichen musste (wir berichteten).

Info: Petition der Bürgerinitiative unter https://bit.ly/2Ciqbvz