Feudenheim

Feudenheim Ausstellung im Kulturtreff Altes Rathaus zeigt noch bis 14. Juli Werke der Künstlerin Helga Fremgen

Kühle Farben, klare Strukturen

Archivartikel

Im Kulturtreff Altes Rathaus in Feudenheim ist noch bis zum 14. Juli die Ausstellung der Künstlerin Helga Fremgen zu sehen. Bei sommerlichen Temperaturen sorgen die kühlen Farben und klaren Strukturen geradezu für eine Abkühlung, vor allem die Bilder mit Titeln wie „Gebirgssee“ oder „Wasserland“. Spannende Porträts von Frauen sind ebenfalls zu sehen, aber auch klassische Motive wie eine Alpenlandschaft, Notre Dame oder der Stephansdom – und das komplett ohne den Staub, der oft gemalten Motiven bisweilen anhaftet.

Für ihre abstrakten Landschaften und Porträts verwendet die in Römerberg bei Speyer lebende Künstlerin Acryl- oder Aquarellfarben. „Meistens stellen wir im Kulturtreff Werke von Künstlern aus dem Raum Mannheim/Heidelberg aus. Doch vor zwei Jahren veranstalteten wir eine Ausstellung mit Bildern von Bianca Marschall, die mit Helga Fremgen befreundet ist, so kam die Verbindung zustande“, sagte Monika Hellweg, Organisatorin beim Kulturtreff.

„Bei Fremgens Bildern überzeugte uns die gelungene Mischung aus konkret und abstrakt und die sehr gute Technik.“ Fremgen und Marschall besuchen seit langer Zeit die Kurse des freischaffenden Künstlers Wolfgang Beck, auch er fehlte bei der Vernissage im Alten Rathaus nicht.

Große Resonanz

Das Interesse der Kunstliebhaber war groß, etwa 50 Besucher waren zur Vernissage gekommen. Der Name der Ausstellung lautet „Zu schön, um wahr zu sein“. Die Eröffnungsrede hielt Bianca Marschall. „Schönheit ist ein Begriff aus der Ästhetik, sie liegt im Auge des Betrachters. Im Laufe der Kunstgeschichte veränderte sich das, was man unter schön verstand. Barock ist mit seinen üppigen Formen komplett anders als Bauhaus mit seinen geraden Linien. Und die Wahrheit? Da wir inzwischen wissen, dass es keine reine Objektivität geben kann, liegt somit auch die Wahrheit im Auge des Betrachters.“ Nicht das Hübsche und Gefällige will Helga Fremgen zeigen, in ihren Bildern hat die Schönheit Brüche. Vorbild ist die klassische Moderne mit Künstlern wie Monet oder Matisse.

„Ich habe als Vorlage für meine Bilder Schwarz-Weiß-Fotos benutzt, um eine harte Kante als Bruch zu bekommen“, sagte Fremgen. „Nicht mit jedem Bild bin ich von Anfang an zufrieden. Manche Bilder übermale ich wieder oder verwende Teile für eine Collage.“ 25 Bilder sind in den Räumen des Alten Rathauses zu betrachten und auch käuflich zu erwerben. Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 14. Juli, zu sehen und ist jeweils sonntags von 11 bis 13 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon 0621/797979 geöffnet.