Feudenheim

Feudenheim Janice Dixon singt – von Michael Sorg begleitet – Beatles-Titel in Epiphanias

Lieder voller Seele

Archivartikel

Die Sängerin Janice Dixon und ihr Pianist Michael Sorg hatten sich für einen Abend in der Kulturkirche Epiphanias Lieder der Beatles ausgesucht, die sie auf ihre ganz eigene Art interpretierten und somit etwas Neues daraus machten. „A Walk down Abbey Road“, lautete der Name des Programms, benannt nach dem legendären Album der Beatles mit dem Zebrastreifen auf dem Plattencover. Doch nur zwei Lieder waren von Abbey Road, ansonsten unternahmen Dixon und Sorg einen Streifzug durch das komplette Beatles-Repertoire.

„Come Together“, das am Anfang des Albums Abbey Road steht, wurde zu einem großartigen Modern-Soul-Stück mit einer ganz eigenen Improvisation am Keyboard. Und das feierlich-getragene „Because“ klingt nicht nur nach Beethoven, der in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag feiert, sondern es entspricht der Mondschein-Sonate, rückwärts gespielt. Dixon und Sorg sangen es zweistimmig, und zwar so, dass man Lust gehabt hätte, dabei ein Feuerzeug zu schwenken. Beschwingt ging es dann weiter mit „With a Little Help from My Friends“, mit einer Prise Jazz und Doo-Wap.

„We need another Woodstock – Germanstock“, sagte Dixon und Sorg machte das bekannte Peace-Zeichen mit Zeige- und Mittelfinger. „Ursprünglich war das ein Kriegszeichen, das V steht für Victory, Sieg“, erklärte Sorg. Die Friedensbewegung hat es schließlich umgedeutet.

Schließlich erzählte Dixon, wie Paul McCartney von einer Melodie träumte, von der er dachte, er habe sie schon einmal irgendwo gehört. Er fragte alle in seinem Umfeld, ob sie die Melodie kennen und stellte schließlich fest, dass es seine war. Ein Text kam hinzu, und so entstand wohl die bekannteste Ballade der Beatles: „Yesterday“. Hierzu wechselte Sorg ans Klavier, Janice Dixon sang die Ballade mit einer stimmgewaltigen Improvisation am Ende, das Publikum dürfte Gänsehaut bekommen haben, dem Applaus nach zu urteilen.

Vielstimmiges „Hey Jude“

Bei „Fool On the Hill“ spielte und sang das Duo jedoch nicht die Version der Beatles, sondern die beschwingte Bossa-Nova-Version von Sérgio Mendes, „Can’t Buy Me Love“ bekam eine Portion Swing verabreicht, mit „Got to Get You Into My Life“ kam noch mal Soul ins Programm, und von „Michelle“ war eine gelungene Instrumental-Version auf dem Klavier zu hören. Doch was ist ein Konzert mit Beatles-Songs ohne „Hey Jude“, bei dem das Publikum am Ende mitsingt? Natürlich durfte auch dieser Klassiker nicht fehlen. Das Konzert war ein voller Erfolg beim Publikum.