Feudenheim

Feudenheim Flüchtlingsforum berichtet über seine Arbeit

Näherei und Werkstatt laufen gut

Archivartikel

Derzeit leben fast 500 geflüchtete Menschen in der Einrichtung auf Spinelli, davon sind etwa 80 Frauen, 100 Kinder und Jugendliche unter 18 und 300 Männer, wie das Feudenheimer Flüchtlingsforum berichtet. Die weitaus meisten davon stammten aus Nigeria, mit weitem Abstand folgten Guinea und die Türkei. In einem Gespräch mit dem Ombudsmann für Flüchtlingsfragen sei unlängst deutlich geworden, dass oft Informationen über medizinische Fragen fehlten, wenn die Menschen aus Erstaufnahme-Einrichtungen nach Spinelli verlegt werden. Ein Problem, an den man nun arbeiten müsse.

In der Nähwerkstatt ist jetzt – nach den fast übervollen Zeiten im November und Dezember – wieder mehr Ruhe eingekehrt. Die meisten Menschen finden den Weg in die Werkstatt, weil sie ihre Hosen umändern lassen wollen oder um Kleider reparieren zu lassen. Freilich gibt es, so wissen die Forum-Macher, auch Geflüchtete, die gut nähen können, sogar Schneider sind darunter. Und wer das Nähen lernen will, der kann das bei Jovica Arvanitelli tun, der Schneider bietet im Auftrag der Stadt einen entsprechenden Kurs an.

Bücherei viel genutzt

Parallel zu den Sprachkursen besuchen viele Männer, Frauen und Kinder auch die Bücherei und holen sich dort Lesestoff zum Deutsch lernen. Im repair Café, der Radwerkstatt, arbeiten zehn „Bastler“ mit, nach dem Umzug in eine andere Halle Ende des Vorjahres sei das Chaos überraschend schnell sortiert gewesen, sonntags und an mindestens drei Tagen unter der Woche werden Räder repariert, bisher freilich sei das Café noch ein reiner „Männerverein“.

Bis zur Schließung der Einrichtung auf Spinelli – die zum Jahresende geplant ist – soll die Werkstatt weiter arbeiten, was danach mit Material und Werkzeugen geschieht, sei zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch offen. scho