Feudenheim

Feudenheim Offener Brief an Pfarrer und Stiftungsrat

„Narrebloos“ kämpft um „Prinz Max“

Archivartikel

Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Erhalt des katholischen Gemeindehauses „Prinz Max“ in Feudenheim hat sich der katholische Karnevalsverein „Narrebloos Prinz Max“ zu Wort gemeldet. Präsident Ingo Bauer sowie seine beiden Stellvertreter Michael Dreher und Michael Freund haben dazu einen Offenen Brief an Pfarrer Daniel Kunz und die Mitglieder des Stiftungsrates geschrieben.

Die Gemeinde plant den Verkauf des Anwesens. Nach anfänglich fünf Interessenten sind nun noch zwei Bewerber übrig. Die Caritas will das Gemeindehaus abreißen und einen Neubau für Betreutes Wohnen errichten. Ein privater Investor, ehemaliger Pfarrjugendleiter der Gemeinde, steht bereit und will das Gebäude erhalten (wir berichteten).

Die „Narrebloos“ appelliert nun an Pfarrer und Stiftungsräte „in aller Form, der Verkaufsvariante Ihre Stimme zu geben, die den Erhalt dieser Begegnungsstätte garantiert“. Lange habe der Verein geschwiegen – doch nun, nach einer Klausur des Elferrates, entschied dieser sich, an die Öffentlichkeit zu gehen. Zunächst sei man „zwar betrübt“ gewesen, „aber wir hatten nicht nur aus Loyalitätsgründen gegenüber den Entscheidungsträgern Verständnis für den geplanten Grundstücksverkauf“, obwohl der „Prinz Max“ nicht nur Wiege und namensgebende Heimat der „Narrebloos“ gewesen sei, sondern „über Jahrzehnte mit der wichtigste Baustein im freundschaftlich-familiären Miteinander der Gemeinde“.

Traurig und wütend

Dass es nun einen Käufer gebe, der den Gemeindesaal erhalten, modernisieren und weiterhin zur Verfügung stellen wolle, „stufen wir in die Kategorie unfassbares Glück ein“, so der Brief. „Entsprechend entsetzt sind wir über die zögerliche, meist als ablehnend wahrgenommene Haltung der Entscheidungsträger gegenüber diesem Kaufangebot“. Die „Narrebloos“ verfolge die Entwicklung der katholischen Kirche „vor Ort, deutschland- und weltweit mit großer Sorge, teilweise traurig, wütend und mit einem immer stärker werdenden Kopfschütteln“. Der nun mögliche (und für die Kirche kostenfreie) Erhalt des Saals „wäre hier endlich mal wieder ein positives Zeichen: eine Chance, wieder auf die Menschen zuzugehen. Eine Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit, christlichem Miteinander und gesundem Gemeindeleben“, so der Appell. pwr