Feudenheim

Feudenheim Blasorchester übt öffentlich in der Epiphaniaskirche

Probe findet viele Zuhörer

Archivartikel

Einfach mal unter der Woche in ein klassisches Konzert mit brillanten Musikern gehen und obendrein keinen Eintritt zahlen – in der Epiphaniaskirche Feudenheim ist das möglich. Rund 100 Gäste waren gekommen, um die öffentliche Generalprobe des Blasorchesters Symphonic Wind Orchestra Mannheim (SWOM) unter der Leitung von Hermann Pallhuber mitzuerleben. Die eigentliche Aufführung war einen Tag später im Saalbau in Neustadt an der Weinstraße im Rahmen der Kurpfalz-Konzerte.

„Licht und Gold“ lautete der schillernde Name des Konzerts, das Programmheft versprach ebenso „schillernde Klangfarben und ungewohnte Höreindrücke“. Diese Erwartungen wurden erfüllt, angefangen mit der feierlichen „Cortège“ aus der Ballettoper „Mlada“ von Nicolai Rimsky-Korsakow (1844 – 1908). Seit drei Jahren wird an der Musikhochschule auch das Dirigieren von Blasorchestern unterrichtet, daher war die Gründung eines solchen Ensembles nötig. Das Orchester wird unterstützt von tiefen Streichern und Schlagwerken und arbeitet mit den Dirigierstudierenden zusammen.

Professor dirigiert selbst

Beim Konzert dirigierte der Professor höchstpersönlich. Hermann Pallhuber war viele Jahre lang Leiter verschiedener Orchester, auch an Hochschulen war er tätig. Im Oktober 2016 folgte Pallhuber dem Ruf auf die Professur für Dirigieren und Leitung von Blasorchestern an die Musikhochschule Mannheim.

Bei der Generalprobe, die wie eine Aufführung wirkte, standen moderne Komponisten im Vordergrund. Pallhuber erklärte die Hintergründe und teils die Entstehungsgeschichten zu den Werken. Bei „Give us This Day“, einer kurzen Sinfonie des US-amerikanischen Komponisten David Maslanka (1943 – 2017), werden christliche und buddhistische Elemente vereint. „Es geht um Awareness, sprich Achtsamkeit, außerdem um Respekt und Hoffnung auf eine gute Welt“, so Pallhuber.

Leise Töne

Das Werk ist einerseits sehr bombastisch, hat andererseits auch sehr leise Töne. Beim darauffolgenden Flötenkonzert No. 2, „Ohio Concerto“ von Frigyas Hidas durfte Cristian Guerrero auf der Querflöte glänzen. Der fertig ausgebildete Solo-Flötist absolviert zurzeit noch ein zusätzliches Studium an der Musikhochschule in der Klasse von Jean-Michel Tanguy.

Nach einer kurzen Pause ging das Programm mit dem großartigen Orchester weiter mit „Lux Aurumque“ von Eric Whitcare (geboren 1970) und der Suite „Lincolnshire Posy“ von Percy A. Graininger (1882 –1961). Auch während der Adventszeit finden in der Epiphaniaskirche Konzerte statt.