Feudenheim

Feudenheim Kulturhalle feiert ihren 40. Geburtstag / Festabend komplett ausverkauft / Erinnerungen an die Ursprünge

Schon damals ganz modern als Mehrzweck-Bau geplant

Archivartikel

Die Kulturhalle steht nun schon seit 40 Jahren an ihrem Platz gegenüber der Grundschule – und ist nicht mehr wegzudenken. Daher wurde ihr runder Geburtstag nun ausgiebig gefeiert. Am Samstagabend gab es eine große Feier mit musikalischer Unterhaltung und Ansprachen, als Moderatoren waren Iris Freund und Christian Schultze von der Bürgergemeinschaft im Einsatz.

„Stau“ bei der Technik

Die Halle ist auch nach 40 Jahren noch in einem guten baulichen Zustand, die Holzverkleidung und die charakteristischen Deckenleuchten sorgen für nostalgisches Flair. Doch es gibt einiges, was verbessert werden muss. „Wir haben einen Renovierungsstau, zum Beispiel muss die Ton- und Bühnentechnik erneuert werden“, sagte Karlheinz Steiner, seit 22 Jahren erster Vorsitzender der Bürgergemeinschaft.

Das Gebäude gehört der Stadt Mannheim, der Betrieb wird ehrenamtlich durch den Verwaltungsrat betrieben, dieser wiederum besteht aus Mitgliedern der Bürgergemeinschaft.

Am Abend der Feier war die Kulturhalle komplett ausverkauft. „Es ist nicht lange her, da haben meine Kinder hier ihren Abiball gefeiert“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Stefan Fulst-Blei, der die Grüße im Namen des Oberbürgermeisters überbrachte. „Seit 1979 ist die Kulturhalle ein großer Treffpunkt für Konzerte, Bälle, Modenschauen und vieles mehr. Ohne ehrenamtliches Engagement ginge nichts.“ Für eine Renovierung sei es an der Zeit, immerhin stehen die Etat-Verhandlungen für den Haushalt 2020/21 an. Zurzeit prüfe die Verwaltung die Situation. „Ich werde das Thema mitnehmen und klären, was möglich ist“, versprach der Politiker der Zuhörerschaft.

Einen Rückblick auf die Entstehung der Kulturhalle gab Wilhelm Heckmann, langjähriger Vorsitzender des Verwaltungsrates, der erst in diesem Jahr von Thomas Schmitt abgelöst wurde. „In der Nachkriegszeit hatten wir ein reges Vereinsleben, allein vier Gesangsvereine gab es“, sagte Heckmann. Dementsprechend wurde bei Gastwirten gefeiert, die einen Saal zur Verfügung hatten. Seit den 1960er Jahren schlossen immer mehr Wirte ihre Säle, zuletzt der Badische Hof in der Hauptstraße. Als Veranstaltungsräume blieben noch das Bonhoeffer-Haus (mit Tanzverbot) und der Prinz Max.

Der Wunsch nach einer großen Halle wurde lauter. Bereits ab 1960 befasste man sich mit dem Plan einer „Feudenheimer Mehrzweckhalle“. Im Rahmen der Baupläne für die Grundschule mit Turnhalle auf dem Kirchfeld Anfang der 70er Jahre stimmte die Stadt dem Bau einer Mehrzweckhalle zu, dann konnte es losgehen. 1977 wurde der Verwaltungsrat gebildet, am 26. August 1978 dann der Grundstein gelegt, am 13. Oktober 1979 gab es die große Einweihungsfeier.

Auch nach 40 Jahren wurde es wieder feierlich beim Jubiläumsprogramm. Malte Zimdahl, der schon zwei Konzerte in der Kulturhalle gegeben hat, unterhielt das Publikum mit seinem Klavier- und Kabarettprogramm. Regina und Hugo Steegmüller sangen ein ganzes Repertoire an Liedern über Mannheim, auch Gedichte von Hanns Glückstein und Bloomaul Franz Schmitt trugen die beiden vor. „Was ist der schlimmste Albtraum der Monnemer? Sechs Wochen den Wasserturm nicht sehen“, davon sind nicht nur die Steegmüllers überzeugt.

Nach der Feier in der Kulturhalle ging die Show dann im Foyer weiter mit Naro’s Singing Pizza. Dort hatte Sänger Naro Vitale sein Pizza-Mobil geparkt und unterhielt die Gäste mit italienischen Liedern, während er Pizza Napoletana zubereitete.