Feudenheim

So geht es eben auch

Archivartikel

Roger Scholl zum Neubau-Projekt auf Epiphanias

Hut ab, kann man da nur sagen. Was hier auf dem Epiphanias-Gelände von allen Beteiligten geleistet wurde, verdient höchste Anerkennung. Die Evangelische Kirche hat bei der Ausschreibung des Wettbewerbs bewiesen, dass es ihr nicht um Profit, sondern um Ökologie und Nachhaltigkeit, um soziale Werte und darum geht, die Wünsche der Gemeinde ernst zu nehmen und nicht über „die Köpfe hinweg“ zu entscheiden. So hat man die von der Stadt auferlegte Sozialquote beim Wohnungsbau übererfüllt, statt der geforderten 30 sind es 50 Prozent der Einheiten, die zu sozialverträglichen Preisen vermietet werden. Statt nur ein paar der Bäume auf dem Areal zu erhalten, lässt der kongeniale Entwurf von Storch und Federle alle stehen und entwickelt sich quasi um das Grün herum. Dass überdies auch Platz ist für den Raumbedarf der Nachbarn von der Kulturkirche, dass beide Nutzungen hervorragend harmonieren, macht das Projekt zu einem in der Tat über die Stadtgrenzen hinaus strahlenden Vorhaben. Sowohl dieses selbst als auch die besondere Form des Wettbewerbs taugen als zukunftsweisende Vorbilder.