Feudenheim

Spannende Frage

Peter W. Ragge zur Wende in Sachen „Prinz Max“

Jetzt wird es spannend: Nachdem ein Investor auf den Plan tritt, der das alte Gemeindehaus erhalten will, werden in Sachen „Prinz Max“ die Karten neu gemischt.

Die Katholische Kirche muss nun Farbe bekennen: Ermöglicht sie dem im Stadtteil verwurzelten, bekannten Mann, das Gebäude für die Allgemeinheit zu erhalten? Das hatte sie ja zunächst zugesagt und mit der Veräußerung an die Evangelischen Glaubensbrüder auch vor. Das Angebot des Investors ist mutig, denn eine so starke Auslastung wie andere, ebenfalls von der Schließung bedrohte Gemeindehäuser hat der „Prinz Max“ nicht. Aber sein Angebot ist zugleich Beweis dafür, dass Generationen von Feudenheimern eine enge emotionale Verbindung mit dem Haus haben.

Und das Konzept des Investors ist nachvollziehbar, weil es sich durch den Wohnungsbau im rückwärtigen Teil des Areals finanzieren lässt. Mal sehen, ob die Kirche es ermöglicht – oder der Versuchung erliegt, den Immobilienboom zu nutzen, mehr Geld herauszuholen und an einen Bauträger zu veräußern.