Feudenheim

Feudenheim Bezirksbeirat wendet sich wegen Verkehrslärms am Aubuckel an die Verwaltung / Bürgerinitiative schreibt OB Kurz und fordert „schnelle Hilfe“

Stadt: Sperrung für Schwerlaster „nicht möglich“

Archivartikel

Den Bürgern am Aubuckel und Wingertsbuckel geht die Lärmbelastung durch den Verkehr vor ihrer Haustür gewaltig auf die Nerven. Nach der Ortsbegehung mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Boris Weirauch, FDP-Stadträtin Birgit Reinemund und SPD-Bezirksbeirat Klaus Glas (wir berichteten) hatte der Bezirksbeirat das Thema mit einer Anfrage an die Verwaltung aufgegriffen. Die Fachbereiche sollten prüfen, inwieweit ein zeitweises oder generelles Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr am Aubuckel möglich sei. Die Antwort aus dem Rathaus dürfte in Feudenheim indes für Ernüchterung sorgen: Die Verwaltung sieht nach eigenen Worten „aktuell keine Möglichkeit, für die Straße Am Aubuckel ein teilweises oder generelles Durchfahrtsverbot“ anzuordnen, selbst eine Geschwindigkeitsreduzierung sei nicht drin.

In einer schriftlichen Stellungnahme geht das Dezernat von Bau- und Verkehrsbürgermeister Lothar Quast nochmals ausführlich auf die Vorgeschichte und den – letztlich mangels Mehrheiten im Gemeinderat im Sande verlaufenen – Vorstoß zu einer Trassenverlegung entlang der Gleise östlich der Riedbahn im Zuge der Buga-Vorbereitungen ein. Ihr Nein zu einer ganz oder teilweisen Sperrung begründet das Dezernat mit der Netzfunktion als überörtliche Verbindungsstraße und der Klassifizierung des Aubuckels als Teil der Kreisstraße K9753. Eine Reduzierung der Belastungen sei nur mit einer Verkehrsverlagerung möglich. Die freilich habe bekanntlich keine politische Mehrheit gefunden.

Durchfahrverbote für den Lasterverkehr oder eine Geschwindigkeitsreduzierung könnten daher allenfalls aus Gründen der Verkehrssicherheit oder der Lärmbelastung angeordnet werden, heißt es in dem Schreiben. Diese Voraussetzungen seien aber nicht gegeben: Schließlich seien dort keine auffälligen Unfallzahlen registriert, und es lägen auch keine besonders schützenswerten Einrichtungen wie Kitas oder Pflegeheime unmittelbar an der Straße. Die Lärm-Immissionswerte an der Wohnbebauung würden ebenfalls nicht großflächig überschritten. Man habe zudem in der Sache keinen Ermessensspielraum.

Tempomesser und Blitzer

In einem offenen Brief hat sich unterdessen die Bürgerinitiative (BI) „Lebenswertes Feudenheim“ in Sachen Lärmbelästigung an Oberbürgermeister Peter Kurz gewandt. Den Anwohnern wäre „kurzfristig umsetzbar bereits geholfen, wenn an den betroffenen Straßen und den dazugehörigen ’Schleichwegen’ (Talstraße, Wingertsau, Am Bogen, Andreas-Hofer-Straße etc., alle bereits Tempo 30) konsequent die Geschwindigkeit des fließenden Verkehrs angezeigt und überwacht würde“, schreibt die Initiative. So sollten Geschwindigkeitsanzeigen mit Smileys angebracht und zusätzliche stationäre Blitzer an den Kreuzungen Hauptstraße/Aubuckel/Feudenheimer Straße sowie Aubuckel/Wingertsbuckel aufgestellt werden. Diese würden Auto- und Lastwagenfahrer dazu bringen, nicht vor der gelben Ampel „nochmal ordentlich Gas zu geben“, so die BI. Eine weitere Diskussion über die Verlegung der Straße Am Aubuckel an die Riedbahn sei weder in der eingeleiteten Petition vorgesehen, noch werde sie von Anwohnern forciert.