Feudenheim

Feudenheim Kinder-Flohmarkt beim Zirkus Paletti

Stöbern und Seiltanzen

Archivartikel

Wenn der Kinder- und Jugendzirkus Paletti zum Kinder-Flohmarkt einlädt, ist das nicht einfach nur das übliche Bild mit Verkaufstischen, hinter denen die Händler stehen und mit den Kunden feilschen. Bei Paletti wird ein kleines Fest mit flauschiger Atmosphäre daraus. Am Eingang gab es Waffeln und Kinderpunsch, ein Büro wurde in ein gemütliches Café umgestaltet. Natürlich konnten die Besucher auch einfach nur auf Kaffee und Kuchen vorbeischauen. Aber das machten die wenigsten, zu schön ist das Stöbern und Handeln.

Die Trainingshalle wurde zum Basar. Und da viele Kids lieber spielen, gab es auch eine ganz besondere Kinderbetreuung. „Im Zirkuszelt – das ist unser Alleinstellungsmerkmal“, sagte Tilo Bender, Geschäftsführer von Paletti. „Meine Frau hat auch einen Stand, und meine Kinder sind im Zelt drüben. Die Eltern können in Ruhe einkaufen.“ Wer nun an Bauklötze und Playmobil denkt, liegt falsch, denn beim Zirkus sieht die Kinderbetreuung anders aus. Hier gibt es Hula-Hoop, Seiltanz und Trapez, fünf Helfer haben dabei ein Auge auf die kleinen Artisten.

Das Thema Zirkus wird in Deutschland insgesamt nicht großgeschrieben. „In Frankreich hat Zirkus ein anderes Ansehen und wird kulturell gefördert wie das Theater“, so Tilo Bender. Der Zirkus Paletti dagegen ist ein Sportverein und wird als solcher gefördert.

50 Stände in der Halle

Beim Paletti-Flohmarkt hatten 50 Verkäufer ihre Stände aufgebaut, die Halle war gut belegt. Der Flohmarkt hat sowohl unter den Verkäufern wie auch den Besuchern Stammgäste. Tilo Bender rechnete mit rund 500 Leuten, die über den Tag verteilt vorbeischauten. „Ich bin hier mit meinen elfjährigen Zwillingen, die bei der jüngsten Zirkusgruppe, den Palettinis mitmachen. Wir sind langjährige Paletti-Mitglieder“, sagte Martina aus Käfertal. „Wir verkaufen Sachen, die den Mädchen zu klein geworden sind. Die beiden helfen sogar beim Verkauf.“ An den Ständen gab es Kleidung, Spielzeug und Bücher zu kaufen. Die meisten Dinge sahen noch aus wie neu, sodass die Besucher Schnäppchen gemacht haben dürften. kge