Feudenheim

Ost/Feudenheim Günter Neugebauer gestorben

Tiefe Trauer um „Günti“

Archivartikel

Er war ein Feudenheimer Original und auch in Käfertal sehr aktiv: Der Büttenredner Günter Neugebauer, bekannt als „Günti“, ist im Alter von 80 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Mehr als die Hälfte seines Lebens war er in der Fasnacht engagiert. Aber er zählte zu den Fasnachtern, die auch außerhalb der Kampagne lustig sein können – und das verbunden mit sympathischer Herzlichkeit. Wann immer man ihn, ob beim Einkaufen in der Feudenheimer Hauptstraße oder bei Veranstaltungen, traf – er war stets für einen Spaß zu haben, hatte einen Witz parat, nahm einen dank seiner unerschöpflich scheinenden Auswahl an Scherzartikeln gerne irgendwie liebenswürdig-augenzwinkernd auf den Arm.

Auch in Käfertal aktiv

Der Polsterer, der bei der Firma Schneider Fahrkomfort arbeitete und weit über die Goldene Hochzeit hinaus mit seiner Frau Evi verheiratet war, prägte über Jahrzehnte besonders die Feudenheimer „Narrebloos“. Für sie war er eines der wichtigsten Aushängeschilder, hier gehörte er dem Elferrat an und fungierte lange als das humoristische Vorbild der heutigen „Narrebloos“-Generation. Zudem schätzte ihn das Publikum sehr als Büttenredner. Situationskomik beherrschte er ebenso wie Interpretation von Gedichten von Heinz Erhard. Er konnte sich selbst auf den Arm nehmen und Witze machen, ohne jemanden zu verletzten. Legendär sind zudem seine spontanen Russischen Lieder.

Neugebauer zählte aber zu den ganz wenigen „Narrebloos“-Aktiven, die über den eigenen Verein hinaus auftraten. Daher trauern auch die „Spargelstecher“ der DJK Käfertal-Waldhof um einen treuen Freund. 37 Jahre stand er hier in der Bütt, weshalb er 1996 mit dem Verdienstorden ausgezeichnet und 2002 zum Senator ernannt wurde. 2007 erhielt er die höchste Auszeichnung von Käfertal, den Hans-Köble Gedächtnisorden. Schließlich zählte er zu den Förderern der Feudenheimer „Teutonia“ und zu den leidenschaftlichen Keglern im „Naturkranz 65“-Kegelverein im Gemeindehaus „Prinz Max“.