Feudenheim

Kommentar Peter W. Ragge zum digitalen Neujahrsempfang

Versuch lohnt sich

Sie sind mal witzig-originell, mal eher unbeholfen und ein bisschen staatstragend, mal actionreich und fröhlich-optimistisch: Die Beiträge zum digitalen Feudenheimer Neujahrsempfang zeigen die ganze Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens im Stadtteil, von Fasnacht bis Feuerwehr, von Kirche bis Kultur.

Natürlich können sie all das nicht ersetzen, was eine ganz wichtige Funktion solcher Neujahrsempfänge in den Stadtteilen ist. Es fehlt die Chance zum persönlichen Gespräch, zur Begegnung und zum Austausch jenseits der Gruppen, in denen man sich sonst bewegt.

Aber dennoch hat sich die ganze Arbeit, die hinter dem Dreh vieler Videos für solch einen virtuellen Empfang steckt, gelohnt. Einmal haben auf diese Weise viel mehr Organisationen und Einrichtungen eine Chance, sich kurz einer breiten Bevölkerung zu präsentieren, als dies bei einer Abendveranstaltung in der Kulturhalle möglich wäre.

Zudem senden viele Videos eine wichtige Botschaft: Das Vereinsleben in den Vororten ist, auch wenn manche Leute das glauben, durch die Corona-Pandemie keineswegs völlig zum Erliegen gekommen. Der Wassersportverein meldet sogar Mitgliederzuwachs, von den Steuben über den ASV bis zum Verein für Ortsgeschichte sind ungebrochene Euphorie und Ideenreichtum sicht- und spürbar, obgleich derzeit eben große Gemeinschaftsveranstaltungen noch ausfallen müssen.

Auch Wallstadt bereitet derzeit einen solchen digitalen Neujahrsempfang vor. Schade, dass es aus anderen Stadtteilen bisher keine Signale gibt, solch einen Versuch ebenfalls zu wagen. Die Feudenheimer haben bewiesen, dass sich die Mühe lohnt.

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