Feudenheim

Feudenheim Eisenbahnmarkt in der Kulturhalle endet nach zehn Jahren / Veranstalter und Aussteller traurig

Wehmut bei letzter Spielzeugbörse

Archivartikel

Es war die letzte Eisenbahn- und Spielzeugbörse in der Kulturhalle Feudenheim. Damit endet eine mehr als zehnjährige Geschichte der Börse – und darüber gab es Bedauern vonseiten der Aussteller wie auch der Besucher: „Es war immer schön hier. Man konnte so herrlich fachsimpeln. Und man nahm immer etwas mit nach Hause“, so Besucher Herwig Lichtenstein, der sich gerade mit Veranstalter Bernd Sauerbrey unterhielt.

Höhere Miete als Grund

„Es ist sicher schade, dass wir das nicht mehr veranstalten können. In Mannheim gibt es damit so etwas wohl nicht mehr“, sagte Sauerbrey. Als Grund nannte er eine deutliche Steigerung der Miete für die Halle. „Das war bei knapp 40 Ausstellern nicht auf die einzelnen Tische umzulegen. Auch die Eintrittspreise konnten wir nicht erhöhen, wenn wir familienfreundlich bleiben wollten“, bedauert der Veranstalter das Ende.

Auch die Händler an den Tischen dachten mit Wehmut an die Börse zurück, etwa Ulrich Schwesinger aus Plankstadt: „Es war immer schön hier. Wegen der günstigen Preise bin ich immer sehr gerne hierher gekommen. Da konnte man auch immer wieder mal gerne handeln. Wenn ich die anderen Hallen anschaue, in denen solche Börsen stattfinden, dann rechnet sich das für mich nicht mehr. Dann muss ich das halt einstellen.“

Da kommt gerade Harald Pilger, ein guter Kunde von ihm vorbei: „Das ist echt blöd. Ich habe mir eine lange Liste gemacht, was ich kaufen möchte. Da ich aus Worms komme, muss ich künftig auf diese Börsen verzichten, da sich eine weitere Anreise für mich nicht rechnet.“ Aber auch am letzten Tag machte so mancher ein Schnäppchen und fand noch etwas, was er lange gesucht hatte. „Man muss halt immer ein klein wenig handeln, dann klappt das schon“, sagte Besucher Jürgen Hahnel. Er hatte gerade einen alten Schienenbus erworben. „Nach genau diesem Modell habe ich lange gesucht“, freute er sich.