Feudenheim

Feudenheim CDU informiert bei Rundgang durch Stadtteil über Standortfrage und Kinderbetreuung

Widerstand gegen einen Grünhof auf dem Spinelli-Areal

Archivartikel

„Mein alter Spielplatz bis 1982, ist schon eine Zeit her, meine alte Wirkungsstätte. Die Schlaglöcher waren früher aber noch nicht da“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Claudius Kranz in Bezug auf den Vorplatz der evangelischen Epiphaniaskirche. In Feudenheim hatte die Gemeinderatsfraktion der Christdemokraten zu einem Rundgang durch den Stadtteil eingeladen, um über den aktuellen Stand der Entwicklungen rund um die Themen „Betriebshof auf Spinelli“ und „Neubau einer Kindertagesstätte“ aufzuklären.

Durch die Bevölkerungsstruktur im Stadtteil bestehe ein hoher Bedarf an Kinderbetreuung in Feudenheim, wofür die gegenwärtige Versorgung nicht ausreichend sei. Deshalb werden die drei Gruppen mit verringerter Kinderzahl der Tagesstätte Andreas-Hofer-Straße an den sich kreuzenden Standort Eberbacher Straße und Hauptstraße verlagert, wo ein Neubau mit fünf Kita-Gruppen geplant ist., so Kranz

Begrenzte Räume

Nicht zuletzt seien die Räumlichkeiten am jetzigen Standort in der Andreas-Hofer-Straße deutlich begrenzt. Zusätzlich soll dort eine Ganztagsbetreuung ermöglicht werden. „Als Träger der Kindertagesstätte bekommt die evangelische Kirche für den Neubau eine Förderung von 510 000 Euro“, erläuterte der Leiter des Rundgangs, Claudius Kranz, der beruflich Rechtsanwalt ist. Der Standort am Epiphanias-Gelände wird verkauft. An dem Rundgang nahmen die Stadträte Katharina Dörr, Konrad Schlichter und Bernd Kupfer sowie Bezirksbeiratssprecher Alexander Fleck und die Bezirksbeiräte Gabriele Fleck und Rudolf Götz teil.

Den Aufbau eines zentralen Grünhofs auf dem Feudenheimer Spinelli-Gelände lehnt die CDU-Gemeinderatsfraktion indes ab. „Wir glauben, dass es dort zu einer Lärmbelästigung kommen kann“, urteilte CDU-Stadtrat Bernd Kupfer. „Das Gelände ist auch viel zu wertvoll dafür, es ist dafür nicht geeignet.“

Womöglich werde die Diskussion über den geplanten Grünhof bis nach den Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai andauern. In diesem Zusammenhang hat sich vor einem Jahr die Bürgerinitiative „Lebenswertes Feudenheim“ unter Leitung von Sprecherin Christiane Säubert gegen dieses Vorhaben gegründet. „Wir nennen das nicht Grünhof, sondern Betriebshof, denn Grünhof klingt so bedeutungsschönend“, kritisierte Säubert während des Rundgangs. Sollte tatsächlich auf Spinelli ein solcher Grün- und Komposthof entstehen, befürchtet die Initiative ein erhöhtes Verkehrsaufkommen mit tonnenschweren Lastwagen. „Das ist nicht gut für das Klima und die Frischluftschneise“, erläuterte Säubert.

Zur Information über das Thema betreibt die Bürgerinitiative eine Internetseite auf www.feudenheim.info. „Auch erschließt sich uns nicht, wie die Pläne um den Grünhof mit jenen des neu geplanten Wohngebiets auf Spinelli Süd/Wingertsbuckel und der Bundesgartenschau 2023 zusammenpassen sollen“, steht auf dieser Internetseite zu lesen. Als alternativen Standort für den Grünhof schlagen manche Bürger den Recyclinghof „Im Morchhof“ im Stadtteil Neckarau vor.

Schulgebäude besichtigt

Anschließend wanderte die Teilnehmergruppe in den Hof der Brüder-Grimm-Grundschule in der Spessartstraße und schaute sich dort von außen das neue weiße Schulgebäude an. Hinterher ließ die Gruppe den Rundgang bei einer Diskussionsrunde im Restaurant „Zum Ochsen“ ausklingen.