Feudenheim

Feudenheim Mitglieder der Kultband „Fury in the Slaugterhouse“ spielen am 9. November erneut in der Kulturhalle

Wingenfelder mit neuem Album

Archivartikel

Am 9. November kommen Thorsten und Kai Wingenfelder, Mitglieder der Kultband „Fury in the Slaughterhouse“, im Rahmen der Release-Tour ihres vierten Albums „Sieben Himmel hoch“, nach Feudenheim. „Der Vorverkauf ist blendend angelaufen“, freut sich Sven Hellmich, „aktuell sind noch rund 150 Tickets verfügbar.“ Veranstaltet wird das Konzert von der Viet Vo Dao-Abteilung des ASV Feudenheim. Sämtliche Erlöse kommen der Kinder- und Jugendarbeit zugute.

Und weil Sven Hellmich großer „Fury“-Fan ist und beste Kontakte zu den Wingenfelder-Brüdern hat, war er jetzt zur Album-Release-Party in der Nähe von Köln eingeladen und war auf Anhieb begeistert von vom neuen Album des Duos, das, wie gewohnt, mit deutschsprachigen Songs aufwartet.

Eine CD-Kritik

Als kleinen Vorgeschmack auf das Konzert im November veröffentlicht der „Mannheimer Morgen“ Hellmichs Kritik, der sich fragt, wann Thorsten und Kai Wingenfelder nach dem ereignisreichen Fury-Jahr 2017 überhaupt noch Zeit gefunden haben, neue Songs zu schreiben. Immerhin gab es da die Konzertreihe in Hannover zum 30-jährigen „Fury“-Bestehen. Genug zu tun also – doch gleichzeitig promotet das Brüderpaar nun sein viertes Album „Sieben Himmel hoch“.

Sven Hellmich: „Erster Eindruck: Die Auftritte mit Fury haben den beiden neuen Schub gegeben. Schon die ersten drei Wingenfelder-Alben waren gewaltig und sorgten bei vielen Fans für Gänsehaut-Feeling: „Wie Fury – nur auf Deutsch“, konnte man mehrfach hören. Solch typische Hymnen gibt es auch auf dem neuen Werk. Man höre sich nur „Verlieb dich nicht in mich“ an. Der perfekte, vorwärts treibende Track zum Abgehen. Ebenso „Mitten im Leben“. Oder das ironische „Frau von Welt“, die den Jungs am besten ein großes „Bier von Welt“ bringen soll. Mit solcherlei Songs kann man Stadien begeistern.

„Sieben Himmel hoch“ ist persönlich wie noch nie, aber ohne die ewig gleichen Innenansichten. Hier geht es ums Außen, um Sichtweisen, die zwar dem Alter entsprechen, aber auch den Zeigefinger anderen überlassen. „Die Themen sind ganz klar wir“, sagt Kai. Sie haben „die Schnauze voll von Belanglosigkeiten.“ Brot und Spiele sind aus, die Popthemen haben andere schon alle durch. Sie wollten ein Album mit Aussage machen, sich auf Themen konzentrieren, die ihnen am nächsten sind. Weit gestreut zwischen Sehnsucht nach Freiheit, Aufbruchstimmung und dem wohligen Gefühl, endlich angekommen zu sein.

Erinnerungen an David Bowie

Da sind Erinnerungen, Veränderungen, die Vergänglichkeit, zwei Menschen, die im wunderschönen „Bis nach Berlin“ von Bowies Berlin träumen, ein unaufgeregt anderes Liebeslied, viele Ecken, noch mehr Kanten. Und es wird sehr atmosphärisch, wenn im Instrumentalpart auch musikalisch an David Bowie erinnert wird. Wir erleben die Suche nach dem Ufer zum Festhalten, die Zufriedenheit im Leben, das Steckerziehen, um sich selber zu finden. „Königin der Nacht“ und „Nachttankstelle“ fallen in diese Kategorie, während „Irgendwo ist immer Sommer“ uns optimistisch wieder aus der Melancholie zurückholt.

Das Jahr mit Fury In The Slaughterhouse hat beflügelt und geerdet zugleich – und sie zu diesen vielen starken Songs inspiriert. Weniger kopflastig, mal weniger nachdenken, was funktionieren wird, einfach machen. Aber anders.“ dir/red