Feudenheim

Feudenheim Realschule nimmt an einem von der EU finanziertem Erasmus-Austauschprogramm teil

Woche des Kennenlernens

Archivartikel

Die Realschule Feudenheim hat einen Grund zum Feiern: Ihre Bewerbung für das Erasmus-Programm war erfolgreich, die Schule ist für zwei Schuljahre berücksichtigt worden. Erasmus ist ein von der EU finanziertes Programm, welches Schulen die Möglichkeit des Schüleraustauschs mit anderen EU-Ländern gibt. Das Projekt hat den Titel: „European City 5.0 – a place to live“ (deutsch: Europäische Stadt 5.0 – ein Ort zum Leben). Die Fünf steht dabei für die beteiligten Länder: Dänemark, Italien, Spanien, Bulgarien und Deutschland. Während dieser zwei Jahre besuchen sich die Schulen jeweils einmal für eine Woche.

Länder näher zusammen bringen

Nun hat die erste Projektwoche stattgefunden, begrüßt wurden Schüler zwischen zwölf und 15 Jahren und Lehrer aus den vier Partnerländern. „Das Erasmus-Programm bringt die europäischen Länder näher zusammen und gibt uns die Gelegenheit, uns auf gemeinsame Wurzeln zu besinnen. Wir sprechen gemeinsam mit einer Stimme für Werte wie Demokratie und Freiheit“, sagte der Leiter der Realschule, Stefan Köhler.

„Durch die Förderung gibt es die Möglichkeit, sich gegenseitig zu besuchen. Mannheim ist eine Kulturmetropole im Herzen Europas. Die UN verzeichnet eine Liste mit 193 Staaten, in Mannheim leben Menschen aus 166 Ländern, daher ist Mannheim eine Stadt des internationalen Austauschs“, so SPD-Stadtrat Boris Weirauch. „Auch ich habe während meiner Schulzeit an zwei Austauschen teilgenommen, mit Polen und Frankreich. Man hat die Gelegenheit, viele Erfahrungen durch persönliche Begegnungen zu sammeln.“

Im Anschluss an die Begrüßung durften die Schüler ihre jeweilige Heimatstadt vorstellen – auf Englisch, das die Sprache des Austauschs ist. Die Mannheimer machten mit „Bicycle, Car and Castle“ (Fahrrad, Auto und Schloss) den Anfang, gefolgt von den Schülern aus der süditalienischen Stadt Battipaglia in der Provinz Salerno. Die vier Schülerinnen aus Dänemark stellten ihre Kommune Allerød vor, während die ebenfalls vier Schülerinnen aus Bulgarien ihre Stadt zeigten, deren Namen jeder zumindest schon einmal gehört haben dürfte: Sie kommen aus der Hauptstadt Sofia.

Einen Film, in dem sie Teile der Geschichte Spaniens nachspielten, hatten die Schüler aus Murcia gedreht. Kaum war die Vorstellungsrunde vorüber, startete schon das straffe Programm. „Die Schüler der Realschule Feudenheim zeigen euch nun das Schulgebäude. Und heute Nachmittag sehen wir uns alle zur City-Rallye in der Innenstadt“, sagte Lehrer Thomas Haas, der mit Kollegin Frauke Schmidt den Austausch organisierte.

Erinnerung an Plätzchen

Langeweile kam in dieser Woche nicht auf, auf dem Plan standen unter anderem ein Besuch des Heidelberger Schlosses, der in keinem Austausch fehlen darf, und des Heidelberger Weihnachtsmarkts. Auch einen hauseigenen Weihnachtsmarkt organisierten die Schüler, der dann am Tag vor der Abreise stattfand. Die Erasmus-Schüler werden Mannheim ganz bestimmt mit Plätzchengeruch in Erinnerung behalten.