Feudenheim

Feudenheim Gitarrenpoesie mit Adax Dörsam und Carsten Langner in der Kulturhalle

Zwei leidenschaftliche Musiker

Archivartikel

Wenn sich Adax Dörsam und Carsten Langner auf der Bühne treffen, dann treffen nicht nur zwei Vollblutmusiker in einem gemeinsamen Auftritt aufeinander. Nein, vielmehr vereint sich dann die Virtuosität des Einen mit der des Anderen, und durch die gemeinsame Leidenschaft zur Musik und den Instrumenten, werden ihre Gitarren einen Abend lang zu einem Dream-Team, das Poesie traumhaft schön in Szene setzt.

Auch in der Feudenheimer Kulturhalle, wo die beiden Musiker im Rahmen der Feudenheimer Kulturevents gastierten, brauchte ihre „Gitarrenpoesie“ nur ein paar Takte, und schon geriet das Publikum an den Tischen im Foyer ins Träumen.

Vielversprechendes Talent

Der Eine, eine überregionale Größe in der Musikszene, jahrzehntelang schon in aller Ohren und „alter Hase“. Seine musikalische Begleitung eskortiert regelrecht die Kompositionen des Anderen. Ein junger Liedermacher aus dem hohen Norden der Republik, Gitarrist und Komponist mit vielversprechendem Talent, wo immer er auftritt, hinterlässt Langner Spuren. Man erinnert sich an ihn und seine Musik – und denkt dabei unweigerlich an die großen Meister wie Hannes Wader, Reinhard Mey oder Konstantin Wecker. Inspiriert von dem, was diese Musik so einzigartig gemacht hat, komponiert Langner eigene Lieder.

Aber nicht nur darin verpackt seine Liebeserklärungen, Botschaften und Geständnisse. In einem Talking-Blues outet er sich mit viel Selbstironie als Cyberchonder, beschreibt er die „Welt von morgen“ als Hommage auf die Bewegung „Fridays For Future“ oder warnt er in „Keine Wahl“ davor, dem politischen Rechtsruck tatenlos zuzusehen. „Ich habe Deine Lieder wie Gedichte gelesen“, so schrieb ihm Reinhard Mey, „und habe mich an Deinem perfekten Schreibhandwerk erfreut, so etwas ist selten geworden“.

Adax Dörsam machte es sichtbar Freude, seinen jungen Kollegen zu begleiten. Für seine Soloauftritte hatte er indes eine kleine Auswahl aus seiner umfangreichen Instrumentensammlung dabei.

Zusammen mit der dazugehörigen Geschichte und Komposition präsentierte er die Doppelgängerin seiner ersten E-Gitarre, eine Harfencister oder ein kleines Charango, dessen Resonanzkörper aus dem Panzer eines Gürteltieres gefertigt ist.

Zweifellos gehörten aber die gemeinsamen Auftritte der beiden zu den nachhaltigen Momenten des Konzertes, die mit drei Zugaben ihren Abschluss fanden. bab