Finanztipps

Finanztest Große Spanne bei Jahresgebühr und Leistung

Kostenlose Angebote bei Kreditkarten gut prüfen

Archivartikel

Berlin.Die Preisspanne bei Kreditkarten ist groß: Im günstigsten Fall zahlen Kunden nichts, bei teuren Anbietern werden 136 Euro Jahresgebühr fällig. Das ergab eine Untersuchung von 28 Karten der Stiftung Warentest. Grundlage war der Kreditkartenpreis im zweiten Jahr.

Ein weiteres Ergebnis: Es lohnt sich, genau hinzuschauen. Denn einige Karten sind nur auf den ersten Blick kostenlos, wie der Test für die Zeitschrift „Finanztest“ zeigt. Mitunter fallen dennoch Gebühren an.

Gebühren hängen von Nutzung ab

Einige Anbieter knüpfen die kostenlose Kreditkarte zum Beispiel an Bedingungen – etwa einen bestimmten monatlichen Geldbetrag, der auf dem angebundenen Girokonto eingehen muss. Gebühren können auch beim Geld abheben im Ausland anfallen. Der Aufschlag für den Währungsumrechner lag im Test selten unter 1,75 Prozent, bei sieben Kreditkarten-Anbietern sogar darüber. Zudem weisen die Tester darauf hin, dass kein Anbieter mehr die Gebühren erstattet, die beim Geldabheben im Ausland anfallen können.

Grundsätzlich können Kunden zwischen vier Kreditkarten-Arten wählen: die gängige Charge-Karte zieht die Umsätze einmal im Monat per Lastschrift vom Girokonto ein. Bei der Debit-Karte bucht der Anbieter die Umsätze direkt nach der Zahlung ab. Bei Prepaid-Karten müssen Nutzer ein Guthaben aufladen.

Bei Karten mit Teilzahlung kann man die Raten zwar flexibel zurückzahlen, muss aber mit hohen Zinsen rechnen. Daher empfehlen die Tester, die Abrechnungsart umzustellen – statt der voreingestellten Teilzahlung sollte der volle Rechnungsausgleich gewählt werden.

Dies ist aber nicht bei allen Anbietern möglich. So raten die Tester von vier Kreditkarten komplett ab. Wollen Nutzer hier hohe Zinsen vermeiden, müssen sie offene Beträge selbst ausgleichen. tmn