Finanztipps

Arbeitsweg Befreiung unter Umständen möglich

Unversteuert mit dem Rad zum Job

Berlin.Wer mit dem Dienstfahrrad zur Arbeit fährt, profitiert nicht nur gesundheitlich: Seit Anfang 2019 gibt es für Diensträder in Deutschland eine Steuerbefreiung. Stellt der Chef dem Arbeitnehmer ein Fahrrad oder Pedelec zur Verfügung, das dieser auch privat nutzen darf, so muss der Beschäftigte diesen geldwerten Vorteil nicht mehr versteuern.

Diese Regelung greift allerdings nur, wenn das Fahrrad nicht über eine Gehaltsumwandlung finanziert wurde. Darauf macht Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Bundesverbandes Lohnsteuerhilfevereine (BVL), aufmerksam. Der Chef muss das Fahrrad zusätzlich zum Gehalt zur Verfügung stellen.

Auf Sonderzahlung verzichten

Damit die Steuerbefreiung gilt, sollten Arbeitnehmer also nicht auf einen Teil ihres Bruttogehaltes zugunsten des Dienstfahrrades verzichten. Darauf sollten Arbeitnehmer achten, wenn sie mit ihrem Chef über das Thema sprechen. Zudem muss es sich wirklich um ein Fahrrad handeln – und nicht um ein E-Bike, das schneller als 25 Kilometer pro Stunde fährt. Denn dann zählt das Elektrorad zu den Kraftfahrzeugen.

Will der Chef das Fahrrad nicht zusätzlich zum Gehalt finanzieren, gibt es noch eine andere Möglichkeit: Arbeitnehmer können auch von der Steuerbefreiung profitieren, wenn sie auf freiwillige Sonderzahlungen verzichten, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Bonuszahlungen. Die Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist laut Rauhöft erfüllt, wenn Arbeitnehmer auf solch ein freiwillig zu zahlendes Entgelt zugunsten des Rades verzichten.