Formel 1

Formel 1 Daniel Ricciardo auch für Ferrari interessant

„Auf jeden Fall ein Dreikampf“

Archivartikel

Monte Carlo.Für seine in Monte Carlo abgehängten Formel-1-Verfolger Sebastian Vettel und Lewis Hamilton spielt der australische Triumphator Daniel Ricciardo von Red Bull nach seiner überirdischen Vorstellung spätestens jetzt eine Hauptrolle im WM-Rennen. „Auf jeden Fall ist es ein Dreikampf“, sagte Mercedes-Pilot Hamilton nach dem Grand Prix: „Seb ist noch immer der Stärkste, und Red Bull wird immer stärker werden in diesem Jahr.“ Ferrari-Star Vettel meinte dazu: „Der Kampf wird zwischen allen drei Teams und allen sechs Fahrern ausgetragen.“

Ricciardo wollte sich nicht zu weit vorwagen. „Wir müssen noch auf mindestens einer anderen Strecke beweisen, dass wir gewinnen können. Dann haben wir vielleicht eine Außenseiterchance“, meinte er.

Fahrtechnische Meisterleistung

50 Runden lang musste Ricciardo auf dem Stadtkurs wegen eines defekten Motorbausteins auf rund 25 Prozent Leistung auf der Geraden verzichten, zudem standen ihm am Ende nur sechs von acht Gängen zur Verfügung. Sein Teamchef Christian Horner verglich Ricciardos Meisterleistung mit Michael Schumachers Grand Prix in Spanien 1994, als der spätere Rekordweltmeister das Rennen im fünften Gang zu Ende fahren musste und Zweiter wurde.

Ricciardo untermauerte damit, wie wertvoll er auch für Ferrari oder Mercedes sein könnte. Schließlich läuft sein Vertrag Ende dieser Saison aus. Der leistungsschwächere Renault-Motor ist für Red Bull eine schwere Hypothek. Ferrari hat mehr Power zu bieten. Vettel brachte das aber in Monte Carlo keinen Vorteil. Der Hesse mit dem breiten Wagen und den sensiblen Reifen konnte nicht an Ricciardo heranfahren. Immerhin hielt er WM-Spitzenreiter Hamilton hinter sich und verkürzte seinen Rückstand auf 14 Punkte.