Formel 1

„Die Fahrt war unglaublich“

Archivartikel

Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher

Herr Schumacher, die Fahrt im Ferrari von 2004 liegt hinter Ihnen. Mit diesem Auto wurde einst Ihr Vater Weltmeister. Was haben Sie vor und während der Fahrt empfunden?

Mick Schumacher: Ich musste noch rund zehn Minuten im Auto in der Boxengasse warten, bevor ich auf die Strecke konnte. Ich glaube, das waren die zehn längsten Minuten meines Lebens. Das hat sich angefühlt wie Stunden, ich dachte, ich will jetzt endlich da rausfahren. Die Fahrt dann aber, die war einfach unglaublich. Es war schon cool, den Motor zu spüren, die Vibrationen des Autos, dazu die ganzen Fans – das war etwas Spezielles. Ich habe einfach im Auto gesessen, habe mich konzentriert und gefreut. Was außenrum passiert ist, davon habe ich gar nicht so viel mitgekriegt.

Die Formel 1 auf dem Hockenheimring – was bedeutet das für Sie?

Schumacher: Etwas ganz Besonderes, das ist der Heim-Grand-Prix. Durch die Rennen meines Vaters und jetzt diesen wundervollen Tag im Ferrari von 2004 gibt es noch eine Extra-Bindung an diese Strecke. Wenn die Formel 1 hier in Hockenheim nicht mehr fahren würde, wäre das wirklich sehr schade.

Sie bekommen hier eine riesige Aufmerksamkeit und Ihnen schlägt eine Welle der Begeisterung entgegen. Was löst das in Ihnen aus und wie schnell würden Sie gerne in die Formel 1 kommen? Vielleicht schon morgen?

Schumacher: Ich spüre Freude! Es ist sehr schön, solch eine riesige Unterstützung zu erhalten und miterleben zu dürfen. Am liebsten würde ich schon heute in der Formel 1 fahren (lacht). Wann es aber wirklich dazu kommt, ist schwierig zu beantworten, da müssen viele Teile zueinander passen. Es ist schwierig, überhaupt in die Formel 1 hineinzukommen, weil bei den Teams viele Cockpits schon sehr früh vergeben sind. sko (Bild: dpa)