Formel 1

Formel 1 Wachablösung durch Verstappen und Leclerc naht

Jubel um „König Max“

Archivartikel

Spielberg.Die Formel 1 und ihre Fans feiern die nächste Generation um „König Max“ – die Zukunft gehört anderen als Sebastian Vettel, der am Mittwoch ohne Sieg seit über 311 Tagen seinen 32. Geburtstag feiert. Der viermalige Weltmeister dürfte spüren, dass die Wachablösung irgendwann kommt. Nicht Vettel sorgte für das Ende der beängstigenden Mercedes-Siegesserie mit Superstar Lewis Hamilton und für die packendsten Momente eines spannenden Rennens.

Es waren die beiden 21 Jahre alten Max Verstappen und Charles Leclerc, die der Motorsport-Königsklasse nach Wochen der Langeweile mit vorhersagbaren Rennausgängen zumindest beim Großen Preis von Österreich am Sonntag die dringend benötigte Adrenalin-Kur verpassten.

Entspannter Hamilton

„Ihr habt drum gebettelt, das ihr Rennfahren bekommt, da hattet ihr es“, betonte der Fünftplatzierte Hamilton nach dem Grand Prix in Spielberg. Lässig in gelben Shorts und sehr entspannt trotz des schlechtesten Saisonergebnisses warnte der 34-jährige Brite aber davor, das aufregende Rennen nun als Beleg für das Ende einer Formel fad zu nehmen. Schon bei seinem Heimrennen in knapp zwei Wochen in Silverstone könnten der sechsmalige Saisonsieger, fünfmalige Champion und klare WM-Spitzenreiter und sein Rennstall wieder zur gewohnten Stärke zurückkehren.

Unvorhersehbarkeit war zuletzt kein Prädikat der Formel 1. Umso größer wurde das neunte Saisonrennen überall bejubelt. Vom „Beispiel in Reinform, wie alle Rennen sein sollten“, schrieb die spanische Zeitung „Mundo Deportivo“: „Und wenn es einen gibt, der diesen Kampfgeist mit Perfektion umsetzt, abliefert, sich reinhängt und stets ein Spektakel darbietet“, dann sei es Max Verstappen. Von Sebastian Vettel war keine Rede.