Formel 1

Formel 1 Vorfreude auf den Nürburgring

Rückkehr in die „Grüne Hölle“

Archivartikel

Nürburg.Vorfreude auf die Rückkehr der Motorsport-Elite trifft auf Sorgen und Einschränkungen in der Corona-Pandemie. So lässt sich die Stimmung rund um den Nürburgring umschreiben vor dem ersten Formel-1-Wochenende seit sieben Jahren. Die Ring-Betreiber wollen mit dem Comeback der Strecke in der Königsklasse des Motorsports um eine langfristige Rückkehr der Serie in die Eifel werben, mussten sich im Vorfeld des anstehenden Renn-Wochenendes aber erstmal mit Hygienekonzepten und Infektionsschutz auseinandersetzen.

Mit Blick auf das nahe Ausland und deutsche Hotspots betont Ringchef Mirco Markfort: „Zur Sicherheit aller Besucher dürfen Menschen aus Risikogebieten die Veranstaltung leider nicht besuchen.“ Wegen des kontaktlosen Online-Verkaufs der Tickets sei bekannt, welcher Fan woher stamme. „Im Ernstfall bekommt jeder einzelne Ticketinhaber sein Geld zurück“, versichert Markfort. „Wer einen gültigen, negativen Corona-Test vorweisen kann, darf die Veranstaltung auch dann besuchen, wenn er aus einem Risikogebiet kommt.“

Auch in Zukunft Rennen?

Laut der Kreisverwaltung Ahrweiler hat die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG „bis zu 400 geschulte, eigene Ordner im Einsatz“. Ihre engmaschigen Kontrollen würden von Behördenmitarbeitern unterstützt. Bier ist tabu: „Zuschauer, die alkoholisiert zur Formel 1 kommen, werden an der Eingangskontrolle abgewiesen.“ Der Ring verweist auf erfolgreiche Veranstaltungen mit Publikum seit August – zunächst mit 5000 Zuschauern. Wegen des weitläufigen Geländes funktioniere das Hygienekonzept auch mit den behördlich genehmigten maximal 20 000 Fans.

Eigentlich war in diesem Jahr kein Formel-1-Rennen in Deutschland geplant. Wegen der Corona-Pandemie können aber keine WM-Läufe in vielen Ländern gefahren werden. Daher war die Rennserie auf der Suche nach weiteren Gastgebern in Europa. Weil mit dem Hockenheimring, zuletzt Gastgeber des Grand Prix von Deutschland, keine Einigung erzielt worden ist, kommt der Nürburgring zum Zuge.

Wenn es nach den Verantwortlichen in der Eifel geht, muss es nicht bei diesem einen Mal bleiben. „Wir haben immer gesagt, dass es ein Ziel ist, die Formel 1 dauerhaft an den Nürburgring zu binden. Allerdings haben wir immer gesagt, dass es nur unter betriebswirtschaftlich sinnvollen Rahmenbedingungen passieren kann. Corona hat dafür gesorgt, dass es für uns eine günstige Gelegenheit gibt“, sagte Markfort. 

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