Formel 1

Formel 1 Nico Hülkenberg verrät viel Privates

Schwäche für Turnschuhe

Archivartikel

Mannheim.Nico Hülkenberg kommt mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen nach Mannheim. Und das nicht nur, weil er im Modehaus Peek & Cloppenburg den neuen Anzug seines Teamausrüsters Daniel Hechter präsentieren kann: Vor dem gefühlten Heim-Grand-Prix des Wahl-Schweizers herrscht bei dem Renault-Piloten Hochstimmung. „Hockenheim ist immer etwas Besonderes“, versichert der 31-Jährige und verweist dabei bewusst nicht nur auf die sportlichen Kämpfe mit seinem internen Widersacher Daniel Ricciardo und der Konkurrenz. Von der „außergewöhnlichen Atmosphäre“ bis hin zur gelben „Hülki“-Tribüne, die sich traditionell an der Sachs-Kurve versammelt, schwärmt Hülkenberg, der gebürtig aus Emmerich am Rhein stammt, geradezu von der Traditionsrennstrecke – und gibt sich beim Vor-Ort-Termin überraschend privat.

Berufswunsch Geheimagent

Im persönlichen Gespräch verrät Hülkenberg dieser Zeitung nicht nur, dass er eigentlich gerne Geheimagent geworden wäre, wenn es mit der Karriere in der Formel 1 nicht geklappt hätte – auch seine Schwächen für Turnschuhe, Uhren und vor allem Schokolade kommentiert Hülkenberg mit spitzbübischem Augenzwinkern.

Ernst dagegen wird der 31-Jährige, als es um seine Aufgaben geht, die Hülkenberg als Sportler nicht nur auf der Rennstrecke sieht. „Wenn man es genau nimmt, machen wir im Prinzip 20 Jobs gleichzeitig. Gegenüber deinen Mechanikern bist du der Motivator, für Fans ein Vorbild, gegenüber Sponsoren der Kommunikator – dieser Sport verlangt dir als Mensch unglaublich viel ab. Das Fahren auf der Strecke ist da oft nur das Endprodukt.“ Dennoch räumt der 31-Jährige ein: „Der Titel ist noch immer ein Traum und Siege ein absolutes Ziel.“

Wie sich Hülkenberg, dessen Kontrakt mit Renault ausläuft, seine Zukunft vorstellt, will er nicht verraten, stellt dafür aber klar: „Die Formel 1 macht dich weder zu einem besseren noch zu einem schlechten Menschen – aber als Mensch macht sie dich definitiv reicher.“