Formel 1

Formel 1 Ferrari-Pilot will 2020 endlich den ersten Titel mit der Scuderia holen

Vettel bleibt hungrig

Archivartikel

Austin.Auch am Ende der fünften titellosen Saison bei Ferrari hält Sebastian Vettel verbissen an seinem Weltmeistertraum fest. „Es liegt an uns, den finalen Schritt zu machen, den wir seit zwei, drei Jahren versuchen. Aber ich bereue nichts“, sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister dem Fachportal „motorsport.com“. Vor dem Großen Preis der USA am Sonntag (20.10 Uhr/RTL und Sky) in Austin blickt der Heppenheimer wieder optimistisch nach vorn – und will nach so vielen Pleiten im ewigen Duell mit Mercedes doch noch gewinnen.

In Texas wird der 32-Jährige aber wohl erneut Lewis Hamilton gratulieren müssen. Der Brite muss seinen Mercedes nur auf Rang acht steuern, um zum sechsten Mal Weltmeister zu werden. Selbst wenn das unerwartet nicht klappen sollte, hat der Dauersieger anschließend noch zwei weitere Rennen Zeit. „Er ist schon lange dabei, und er ist einer der erfolgreichsten Piloten. Ich denke, dass man ihn nach Michael (Schumacher, d. Red.) nennen muss“, sagte Vettel.

2020 würde der Südhesse dann gerne lieber wieder selbst Glückwünsche empfangen. Die Erinnerungen an seinen letzten Triumph 2013 verblassen immer mehr. Und viele Chancen wird der Mann im mittlerweile gereiften Rennfahreralter nicht mehr bekommen. Ferrari tut auch deswegen schon jetzt alles dafür, den Silberpfeilen im nächsten Jahr endlich wieder von Anfang an auf Augenhöhe zu begegnen.

Vertrag läuft aus

In dieser Saison klappte das mit viel zu großer Verzögerung erst nach der Sommerpause. Aber immerhin: Sechsmal nacheinander sicherte sich Ferrari zuletzt die Pole Position. Dass es danach aber lediglich zu drei Siegen reichte, ärgerte nicht nur Teamchef Mattia Binotto. „Das müssen wir besser machen. Aber wir sind jetzt optimistischer, weil wir jetzt auf allen Strecken um Siege mitfahren können“, sagte der Italiener. Auch Vettel zeigt sich nach frustrierenden Rennen mit Niederlagen gegen seinen Stallrivalen Charles Leclerc und vielen Rückschlägen wieder positiver. „Ich denke, wir machen als Team noch immer Fortschritte, und es geht in die richtige Richtung“, sagte der Südhesse.

Wie es weitergeht, wenn sein Vertrag Ende 2020 ausläuft? „Ich glaube, ich blicke einfach nicht zu weit in die Zukunft. Aber ich weiß es nicht“, sagte er. Vieles hänge auch vom neuem Regelwerk ab 2021 ab. „Und es kommt auf nächstes Jahr an. Dann werden wir weitersehen.“ dpa