Formel 1

Formel 1 Insider rechnen weiter mit Wechsel zu Aston Martin

Vettel vor der Entscheidung

Silverstone.Besserung ist für Sebastian Vettel auch in Silverstone nicht in Sicht. Nach dem bitteren Saisonstart ohne Podestplatz in den ersten drei Formel-1-Rennen hat selbst der höchste Vorgesetzte des viermaligen Weltmeisters die Hoffnungen auf einen Sieg in diesem Jahr so gut wie aufgegeben. „Die Realität ist: Unser Auto ist nicht konkurrenzfähig“, sagte Ferrari-Chef John Elkann der „Gazzetta dello Sport“ und ergänzte: „Heute versuchen wir den Grundstein zu legen, um dann wieder konkurrenzfähig zu sein und zu gewinnen, wenn sich 2022 die Regeln ändern. Davon bin ich überzeugt.“

Vettel bringt das Hoffen auf die Zukunft nichts, er ist dann längst weg. Bis zu seinem Vertragsende bleibt ihm nur noch diese Saison, um wieder im roten Renner zu triumphieren. Das käme aber gerade einem kleinen Wunder gleich. Platz sechs wie in Ungarn scheint für den 33-Jährigen aus Heppenheim aktuell fast das Maximum zu sein. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Silverstone droht im vierten Saisonlauf am Sonntag (15.10 Uhr/RTL) die nächste Demütigung.

Stichtag 31. Juli

Abseits der Piste gut 100 Kilometer nordwestlich von London geht es für Vettel auch darum, die Fragen nach seiner Zukunft zu klären. Im Raum steht weiter ein Wechsel zu Racing Point, das in der kommenden Saison das Werksteam des Autobauers Aston Martin wird. Eigentlich besitzt der Mexikaner Sergio Perez dort neben Lance Stroll noch einen Vertrag bis Ende 2022, dieser könnte gegen ein üppiges Trennungsgeld jedoch schnell aufgekündigt werden.

Stichtag für eine Entscheidung soll der 31. Juli sein – dieser Freitag. Insider rechnen weiter damit, dass sich Vettel dem Rennstall ab 2021 anschließt, weil ihm die Optionen fehlen und es bei den Topteams keine freien Cockpits mehr gibt. „Mittelfristig kann Aston Martin für ihn eine gute Option sein“, meint der ehemalige Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld: „Sebastian wäre eine große Hilfe. Nicht nur aus Fahrersicht, sondern vor allem wegen seines Wissens. Zweifellos kann Sebastian für jedes Team mit Ambitionen den Unterschied machen.“ dpa