Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Großartiges Konzert beider Orchester des Musikvereins in der Gräber-Halle

Bei Nenas Hits will der Beifall nicht enden

Archivartikel

Unter dem Motto „Starke Frauen“ steht das Jahreskonzert des „Musikverein Friedrichsfeld 1960“. Dirigentin Anna Peschel ist gewiss eine dieser starken Frauen in der Lilli-Gräber-Halle. Sie hat das Geschehen auf der Bühne engagiert im Griff.

Bevor es losgeht, werden noch Stühle herbeigeschafft. Jochen Doll, der Vereinsvorsitzende, strahlt bei der Begrüßung. Er freute sich, dass der Nachwuchs, ein wichtiger Bestandteil des Musikvereins mit Klassen in Ilvesheim, Seckenheim und Friedrichsfeld, als Jugendblasorchester in den gelungenen Abend startet.

Zaghaft legen die Jugendlichen ihre Nervosität ab, doch sowohl Philip Sparkes „Big Sky Overture“, welche die Weite des Wilden Westens in die Gräber-Halle holte, als auch Jan van der Rossts „The Soldier’s Wife“ und erst recht die von Richard Saucedo für Bläser arrangierten Passagen aus Georges Bizets „Carmen“ machen so große Freude, dass der Eiskönigin-Hit von Beck und Lopez als Zugabe fällig wird.

Auch das mit rund 35 Musikerinnen und Musikern besetzte Hauptorchester des Vereins, zum Konzert erweitert, zeichnet sich aus. Ob Trompete, Flügelhorn, Posaune, Horn, Tuba, Querflöte, Klarinette, Saxofon, Oboe und Schlagwerk: Das Konzertorchester zeigt ein weit gefächertes Repertoire, von symphonischer Blasmusik über eingängige Rock- und Pop Arrangements bis zum Bigband Sound. Dirigentin Anna Peschel, schafft kurzweilige Unterhaltung.

Dynamische Begleitung

Zunächst lässt sie mit „Mother Earth – a Fanfare“ alle Instrumente einmal ordentlich Gas geben, ehe das Orchester bei Cécile Chaminades „Concertino pour Flûte“ die Soloflötistin Lisa Schramm ebenso sensibel wie dynamisch begleitet. Der von Will van der Beek arrangierte schwungvolle „Weibermarsch“ aus der „Lustigen Witwe“ von Franz Lehár ist so gelungen, dass es lange anhaltenden Beifall gibt. Viel Applaus verdient sich das Schlagwerk bei „Goddess of Fire“ von Komponist Steven Reineke. Nachdem sich Flötistin Lisa Schramm mit „The Rose“ als Sängerin versucht, zeigt das Orchester bei Julie Giroux mannigfaltigem „Carnaval!“, was es zu leisten vermag.

An die großen Erfolge der Sängerin Nena erinnert das Potpourri, zusammengestellt von Peter Kleine Schaars. Der Beifall will nicht enden. Zum Abschluss sagt Jochen Doll der Dirigentin sowie der Solistin und Tontechniker Reinhold Wolpert Dank. Dem gut aufgelegten Moderator Dietmar Clysters dankte er ebenso wie dem Bezirksbeirat Friedrichsfeld und der Heinrich-Vetter-Stiftung für die Förderung. Und mit dem Beatles-Klassiker „Lady Madonna“ treten die Gäste den Heimweg an. hat