Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Närrischer Gottesdienst in der Calvin-Kirche

Besucher mit „Humba-Täterä“ begrüßt

Aus der Orgel drangen Fasnachtsschlager, die Predigt war närrisch, die Lieder hatten plötzlich eine andere (Fasnachts)Melodie und die Besucher in der Johannes-Calvin-Kirche hatten viel Spaß. Zum ersten Mal fand hier ein närrischer Gottesdienst statt und einige Besucher hatten sich dazu sogar, wie gewünscht, kostümiert.

Die Idee hatte Pfarrer Klaus Schläger, der an diesem Sonntag eigentlich nur die Vertretung für Monika Mayer-Jäck und Michael Jäck machen sollte. Kantorin Claudia Schwabe war auch gleich begeistert und spielte zum Eingang das „Humba-Täterä“ auf der Orgel. Die Predigt war dann schon fast eine Büttenrede. Sie handelte vom Feiern und davon, dass es unterschiedliche Meinungen zur Musik in der Kirche gibt. Aber sie griff auch diverse aktuelle Probleme auf wie etwa den Pflegenotstand. „Sollte Angela Merkel eines Tages am Rollator durch diese Pflegehölle rollen, wird sie dann immer noch sagen: „Ich weiß nicht, was wir anders hätten machen sollen?“, hieß es da. Oder dass es vielen Menschen schlecht geht und andere dafür im Geld schwimmen. Und obwohl die Predigt viel vom Feiern sprach hieß es am Ende nicht Prost, sondern Amen.

Gesungen wurde natürlich auch noch. Unter anderem „Als Kinder Gottes sind wir geboren“ zur Melodie des Fasnachtsschlagers „Am Rosenmontag bin ich geboren“. Nach den Abkündigungen überreichte Diakon und Schlabbdewel-Senator Albert Lachnit Pfarrer Klaus Schläger noch einen Schlabbdewel-Orden für diesen wirklich gelungenen närrischen Gottesdienst, verbunden mit dem Wunsch, ihn ökumenisch im zweijährigen Wechsel zum großen ökumenischen Narrengottesdienst der In-Zab-Schlab-Ku-Kä in der Johannes-Calvin-Kirche durchzuführen. Zum Abschluss spielte Claudia Schwabe „So ein Tag so wunderschön wie heute“ und noch einmal „Humba täterä“, bei dem dann alle gerne mit klatschten. -ion