Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Ungepflegtes Grundstück / Gefährlich parkende Lkw

„Brennt an allen Ecken und Enden“

Archivartikel

Die Hilferufe der Friedrichsfelder waren bei der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats so deutlich, dass sie eigentlich auch im Rathaus zu hören gewesen sein müssten. „Da brennt’s an allen Ecken und Enden“, fasste Sitzungsleiterin Marianne Seitz die Stellungnahmen der Bezirksbeiräte und Bürger zusammen. Von der Wallonenstraße (wir berichteten) und der Bahn-Baustelle (Bericht auf dieser Seite) führte die Diskussion zu etlichen weiteren kritischen Punkten im Stadtteil. Ein Auszug:

Main-Neckar-Bahn-Straße: Eine Anwohnerin beklagte die Zustände rund um ein Grundstück im Abschnitt zwischen Hirtenbrunnen- und Platanenstraße. Das betroffene Wohnhaus gehöre ihrer Kenntnis nach der Bahn und sei an eine Firma aus Edingen verpachtet, deren Mitarbeiter auch in den ehemaligen Bahn-Wohnblocks in der Hirtenbrunnenstraße wohnten. Das Grundstück sei völlig verwahrlost, der Straßenabschnitt mit Lkw zugeparkt, es gebe schon eine Rattenplage. Gegrillt werde mit meterhohen Flammen, gekocht auf rauchenden Ölöfen. „Das ganze Areal verkommt zur Bronx“, fürchtete sie. Die Stadt scheine sich für die Zustände nicht zu interessieren. Sie habe einen Hinweis über die Mängelmelder-App ans Rathaus geschickt, passiert sei nichts. Stattdessen würden Strafzettel fürs Parken auf einem Gehweg verteilt, auf dem wegen der besagten Zustände ohnehin niemand mehr laufen wolle.

Vogesenstraße/Goetheplatz: Auf eine gefährliche Parksituation gegenüber des Platzes machte eine Bürgerin aufmerksam. Allmorgendlich zwischen sechs und acht Uhr stünden hier Lkw auf dem Gehweg mit der Folge, dass Kinder auf dem Weg zur Bushaltestelle auf die Straße ausweichen müssten. Der Ordnungsdienst möge dies bitte einmal kontrollieren. Ab neun Uhr würden dort schließlich schon Strafzettel verteilt, wenn man nur kurz aus dem Auto in die Apotheke springe, ergänzte eine weitere Zuhörerin.

Straßburger Ring/Schoeps-Straße: Das vor einigen Jahren die Zickzacklinien an der Kreuzung gekürzt wurden, kritisierte ein Bürger: Inzwischen parkten häufig etliche Transporter einer ansässigen Firma an dieser Stelle, dann müsse man mit dem Auto bis auf die Kreuzung fahren, um Einblick zu haben – mit erhöhter Unfallgefahr. agö/sza