Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Bazar der katholischen Gemeinde lockt viele Gäste in den Bernhardushof

Der Blick geht bis nach Südamerika

Vor fast 90 Jahren hat der Bazar der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius in Friedrichsfeld zum ersten Mal stattgefunden. Damals ging es darum, den Bernhardushof zu finanzieren. Seitdem ist das Gemeindefest jedes Jahr Treffpunkt für ganz Friedrichsfeld, und zwar von jung bis alt.

„Der gesellige Seniorennachmittag hat sein monatliches Treffen extra hierher verlegt“, freut sich Kirsten Jeske vom Gemeindeteam. Und mit dem Auftritt der Kindergartenkinder, den Pfadfindern als Aushilfe und den vielen Eltern und Großeltern sind somit alle Generationen vertreten. „Unser Auftritt verlief dieses Jahr unter dem Motto der Tiere“, erzählt die Leiterin des katholischen Kindergartens St. Franziskus, Gudrun Mackasare.

Sie wollten ein buntes Programm aufstellen und einige beliebte Lieder und Spiele zum Besten geben. Auch die Arbeitsgemeinschaften durften dabei natürlich nicht zu fehlen. „Sogar die Melodica- und unsere Englisch-AG ist aufgetreten“, erklärt sie. Dafür nutze man die Begabungen der Eltern aus. So gebe es beispielsweise auch eine AG, in der eine Mutter den Kindern spielerisch türkische Lieder näherbringe und mit ihnen einübe. „Der Auftritt hat richtig Spaß gemacht“, sagt die fünfjährige Mira aus der Marienkäfergruppe. Gemeinsam mit ihren Kindergartenfreunden habe sie die Schlangen aufgeführt. „Wir waren die Bauernhoftiere“, erzählt die sechsjährige Olivia stolz.

Rund 50 Helfer am Start

Für noch mehr musikalische Unterhaltung sorgt die Flötengruppe unter der Leitung von Michaela Muck. Zusammen führen sie das Stück „Der kleine Vampir“ auf, später darf jeder einzelne mutige Musiker ganz alleine ein Lied präsentieren. Als Belohnung warten die Pfadfinder draußen mit Luftballontieren. Ob Hund, Blume oder ein bunter Hut: Die Pfadfinder erfüllen jeden Wunsch der Kinder. Rund 50 Helfer stellen den Bazar auf die Beine, so auch die beiden Sechzehnjährigen Felix und Simon. „Wir machen das für unsere Firmung, dazu müssen wir nämlich mit solchen Projekten wie diesem hier Punkte sammeln“, erläutern sie. So sorgen sie unter anderem dafür, dass die Gäste, die sich unter den Platanen einen schattigen Platz gesucht haben, mit Getränken versorgt werden.

Wovon viele der Friedrichsfelder Bürger nicht wissen, ist, dass die Kirchengemeinde St. Martin eine Partnerschaft mit einer Gemeinde in Peru unterhält, in Santa-Maria del Valle. Jedoch versucht die Seelsorgeeinheit mit bunten Handarbeiten von dem südamerikanischen Kontinent und fair gehandelten Waren darauf aufmerksam zu machen. „So etwas geht in Friedrichsfeld leider schnell unter“, weiß Barbara Lichter. Um so schöner ist es jedoch, dass sich mit dem Bazar wieder eine Möglichkeit bietet, auf die zahlreichen Angebote im Ort aufmerksam zu machen. niz