Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Germania-Ausstattung wird künftig in Tulear und Mahajanga eingesetzt

Fußballclub spendet Trikotsätze nach Madagaskar

Archivartikel

Der FC Germania geht um die Welt. Und damit ist nicht die jüngste Publikation der Vereinschronik anlässlich des 115-jährigen Bestehens gemeint. Weihnachten ist eben nicht nur die Zeit des Nehmens, sondern auch des Gebens. Seit einiger Zeit hat es sich der Klub aus dem Mannheimer Vorort zur Aufgabe gemacht, wenigstens einmal im Jahr dort zu helfen, wo es vonnöten ist. Bereits zum zehnten Mal in Folge spendete der FC Germania aus dem Bestand Sportausrüstung, die noch funktionstüchtig und hochwertig ist, aufgrund von Neuanschaffungen aber nicht mehr benötigt wird, in bedürftige Regionen der Erde.

„Bei unserer Suche nach Empfängern stoßen wir immer wieder auf Länder und Regionen, die sehr gebeutelt sind“, erläutert Andi Nowey, Geschäftsführer des FC Germania und federführend bei der Spendenaktion. „Fußball ist eines der wenigen Mittel auf der Welt, um ein wenig Einheit zu schaffen und Grenzen zu überwinden. Klar ist aber, dass wir mit unserer Spende nicht Krankheiten heilen oder Mahlzeiten ersetzen können, doch Rückmeldungen über strahlende Gesichter sind uns ein Ansporn, da anzuknüpfen.“

Die bisherigen Empfänger der Trikotspenden waren in Ghana, Haiti, Nepal, Bolivien, Papua-Neuguinea, Tansania, Uganda, Vanuatu und zuletzt in Äthiopien beheimatet. Nun ging die Spende nach Madagaskar, eine Insel im Indischen Ozean, die zu Afrika gehört. Mit Unterstützung der Organisation ADES wurde schnell ein bedürftiger Empfänger ausfindig gemacht. Das Ziel von ADES ist es, dass die Bevölkerung Madagaskars ihre Kochgewohnheiten auf umweltschonende Methoden umstellt. Mit energieeffizienten Kochgeräten sollen Wald und Klima geschützt werden, denn das Land hat bereits 90 Prozent des Waldes durch Abholzung und Brandrodung verloren, berichtet Regula Ochsner, die Gründerin der Organisation.

Diese hat in Madagaskar inzwischen acht Standorte, unter anderem in Tuléar und Mahajanga. An diesen beiden Orten wurden nun auf Vermittlung von Ochsner Fußballteams mit den Friedrichsfelder Trikots ausgestattet. Das Team in Mahajanga siegte dann auch umgehend im neuen Outfit bei einem Turnier. Der Dank für die Germania-Spende in dem armen afrikanischen Land war groß. „Es würde mich freuen, wenn Sie dies bei Ihren Mitgliedern weiter verbreiten könnten, damit sie sehen können, wer sich nun an ihren Leibchen, Socken, Hosen und Fußbällen erfreut“, gab Ochsner in einer Botschaft mit auf den Weg. red