Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Umweltpreis für Johannes-Calvin-Gemeinde

Gegen den grauen Vorgarten

Archivartikel

Grauer Kies, Stein und Folien - für Felicitas Kubala sind diese modischen Vorgartengestaltungen Zeichen eines „unseligen Trends“. Lieber warb die Umweltbürgermeisterin für mehr Grün und insektenfreundliche Bepflanzungen - entsprechend lautete das Motto beim diesjährigen Umweltpreis der Stadt „Grün statt grau“.

53 Bewerbungen gingen dafür ein, den zweiten Preis gewann jetzt die Johannis-Calvin-Gemeinde aus Mannheim-Friedrichsfeld in der Kategorie „Initiativen“. Damit würdigte die Jury die neu angelegte Begrünung rund um Kirche und Gemeindehaus. Bei der Preisverleihung im Restaurant „Glashaus“ ging Kubala nicht nur auf die „kleinen Oasen vor den Gebäuden“ der Kirche ein, sondern auch ganz allgemein auf die Effekte für das Mikroklima: Der Temperaturunterschied zwischen begrünter und versiegelter Fläche könne bei starker Sonneneinstrahlung bis zu 25 Grad betragen.

In der Johannis-Calvin-Gemeinde arbeitete ein Team aus großen und kleinen Aktiven gemeinsam mit Hausmeister Gerald Lipper an der Neuanlage. Mit initiiert von Kantorin Claudia Schwabe, kümmerte sich auch die Kinderjungschar um das Einwerben von Spendengeldern, mit denen Blumen, Büsche und Bäume gekauft und gepflanzt wurden. Im Pfarrgarten entstanden zudem zwei Hochbeete für den Anbau von Nutzpflanzen.

Das war preiswürdig: „Die Jury vergibt für die umfangreiche Bepflanzung rund um die Kirchengebäude und die Anlage eines Nutzgartens als Hochbeet den Zweiten Preis“, heißt es in der Begründung. Gemeinsam mit Pfarramtssekretärin Beate Grittmann nahm Lippert den Preis samt Urkunde und Sachgeschenk entgegen.

Projekt mit Gemeinschaftssinn

Eine weitere Überraschung folgte wenig später: Lippert wurde auch für sein privates Grün ausgezeichnet. In der Kategorie „Private Vorgärten, naturnahe Vielfalt“ erhielt er für seinen „Dschungel in der Stadt“ einen der beiden ersten Preise. „Ich gratuliere der Johannes-Calvin-Gemeinde zu dieser Auszeichnung“, sagte Dekan Ralph Hartmann.

„Denn dieses Projekt hat die Gemeinde mit viel Gemeinschaftssinn umgesetzt und gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zur Wahrung der Schöpfung geleistet. Beides freut mich sehr.“ red