Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Konzern äußert sich zu Baustelle

Lkw-Fahrten laut Bahn alternativlos

Archivartikel

In Friedrichsfeld sorgt bei Anwohnern derzeit eine Baumaßnahme am Eisenbahnknoten für Ärger: Wie berichtet lässt die Deutsche Bahn dort seit 2016 zwei Brücken erneuern, auf denen Gleise übereinander geführt werden. Ursprünglich waren viele Anwohner davon ausgegangen, dass ein Großteil der Anlieferung und des Abtransports über die Schienen erfolgen würde – so habe es die Bahn auch mitgeteilt. Alleine am vergangenen Wochenende mussten aber 500 Lkw-Ladungen über die Straße laufen, bis August sind weitere 300 Fahrten geplant.

Auf „MM“-Anfrage teilte ein Bahn-Sprecher nun mit: „Aus technischen Gründen ist es nicht machbar, den Beton über die Gleise an das Baufeld zu transportieren. Dies ist aus Zeitgründen nicht zulässig, da der Beton erhärtet, bevor er eingebaut werden kann.“ Das habe man der Stadt und den Anwohner auch so mitgeteilt. Der Beton wurde für die neuen Brücken benötigt, die die bisherigen, mehr als 100 Jahre alten Bauwerke ersetzen sollen.

Beton nicht per Schiene

Die zweite Brücke wurde am 13. Juni eingeschoben. Innerhalb kurzer Zeit sei es nötig gewesen, eine große Menge Erdmaterial abzutransportieren. „Das hätte die örtliche Schienenkapazität überfordert“, so der Sprecher. Eine Vielzahl der Lkw-Fahrten stamme zudem von Betontransporten, die von Anfang an über die Straße geplant waren.

An der Baustelle und auf den Gleisen müssen neue Schienen und Schotter verlegt werden. Bis Ende 2019 soll das gesamte Bauprojekt fertig sein. Die Bahn hatte Anwohnern auch angeboten, ihnen während besonders lärmintensiver Arbeiten Ersatzwohnraum zur Verfügung zu stellen. Genutzt wurde das laut Bahn aber kaum.