Friedrichsfeld

Friedrichsfeld FC Germania trauert um Ludwig Dehoust

Platz hinter dem Heimtor bleibt leer

Archivartikel

Der FC Germania Friedrichsfeld trauert um Ludwig Dehoust, der im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Trotz schwerer Krankheit ereilte ihn der Tod doch plötzlich, so dass das treue Vereinsmitglied eine große Lücke in den Fußballverein reißt.

Durch seinen erlernten Beruf als Landwirt arbeitete Dehoust schon als Jugendlicher im elterlichen Betrieb mit, den er auch bald übernahm. Daher konnte er auch nicht regelmäßig für den FC Germania Fußball spielen. Dennoch war es ihm eine besondere Freude, mitzuerleben, dass auch die nachfolgenden Generationen seiner Familie beim FC Germania aktiv wurden.

Sohn Andreas spielte von den jüngsten Jugendklassen bis in den Seniorenbereich und war langjähriger Spieler der zweiten Mannschaft des Vereins. Auch Ludwig Dehousts Enkel Max schnürt inzwischen die Fußballschuhe bei dessen Heimatverein, und Schwiegersohn Stefan Kögel war ein langjähriger Rekordspieler auf der Freien Platte.

„Wortwitz hat ihn geprägt“

Auch seine Frau Renate Dehoust hat sich für den Fußballclub schon seit vielen Jahrzehnten verdient gemacht, da sie im heimischen Heißmangel-Betrieb die Trikots für die Seniorenmannschaften wäscht. Weit über 60 Jahre lang war Ludwig Dehoust ein treuer Zuschauer der ersten Mannschaft des FC Germania, sein angestammter Platz direkt hinter dem Heimtor am Flutlichtmast war schon fast legendär.

Zuletzt hatte ihn seine schwere Krankheit von den Besuchen der Freien Platte abgehalten. Er lebte gerne in seinem Heimatort, der einst von seinen Vorfahren gegründet wurde. Außerdem war ihm das Vereinsleben sehr wichtig, und so gab es für ihn kein „Nein“, wenn er von den örtlichen Vereinen mit seinem Traktor für Festumzüge und dergleichen gebraucht wurde.

„Sein Wortwitz und seine äußerst angenehme Art haben ihn und auch den FC Germania Friedrichsfeld geprägt“, sagte FC-Geschäftsführer Andi Nowey. „Er wird fehlen.“ Am Mittwoch, 4. April, starb Ludwig Dehoust nur knapp sieben Wochen vor seinem 80. Geburtstag. Die Beerdigung findet morgen, Donnerstag, um 12 Uhr auf dem Friedhof in Friedrichsfeld statt. wy (Bild: zg)