Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Bürger sorgen sich um Kita-Situation

„Problem existiert seit Jahren“

Bei der Diskussion um die Kita-Situation haben zahlreiche Bürger in der Sitzung des Bezirksbeirats Friedrichsfeld ihrem Ärger Luft gemacht. Etliche junge Eltern beklagten, dass sie schon jetzt große Schwierigkeiten hätten, einen Betreuungsplatz zu bekommen.

„Wir brauchen die Plätze hier in Friedrichsfeld“, betonte eine Bürgerin. Sollte die Stadt eine Kita bauen, müsse dies im Ort sein. Gerade für Alleinerziehende sei es schwierig, den Spagat zwischen Beruf und Familie zu schaffen. Den Nachwuchs dann noch in andere Stadtteile oder Gemeinden fahren zu müssen, würde dies nicht erleichtern. „Ich muss mein Kind täglich nach Ilvesheim fahren“, beschrieb eine andere Mutter ihre Situation. Ihre Familie sei vor zwei Jahren nach Friedrichsfeld gezogen und habe mit solch einer Problematik nicht gerechnet.

Judith Falkenstein, Direktorin der Friedrichsfeldschule, zeigte sich besorgt, dass ihre Einrichtung ebenfalls darunter leidet, wenn Kindergartenplätze vor Ort wegfallen. Die Schule habe eine gute Kooperation mit dem evangelischen Kindergarten und sie hoffe, dies werde auch in Zukunft so bleiben.

Auch Einwohner, die nicht unmittelbar betroffen sind, zeigten sich besorgt. „Ich bitte Sie, genau zu beraten und eine pragmatische Lösung zu finden!“, appellierte Thomas Moog, Ehemann von Bezirksbeirätin Pia Moog (SPD). Viele forderten konkrete Angaben dazu, wann Lösungen vorgestellt werden. „Das Problem existiert seit Jahren, aber es ist nichts passiert“, beklagte ein Bürger den Sanierungsstau. Er habe zudem das Gefühl, Friedrichsfeld sei bei der Stadt in Vergessenheit geraten. Diesen Bedenken stimmten viele der Anwesenden kopfnickend zu. sza