Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Heinrich-Vetter-Stiftung und Margot Petzinger ausgezeichnet

Vereine unterstützt – das Ehrenamt gelebt

Archivartikel

Bei der jüngsten Honoris-Preisverleihung in den Räumlichkeiten der Handharmonikafreunde wurden die Heinrich-Vetter-Stiftung und Margot Petzinger ausgezeichnet.

Die Ilvesheimer Stiftung erhielt den Bürgerpreis. Über das Vergabekriterium klärte Rüdiger Wolf anhand einer großen Bodentrommel auf. Diese wird für die musikalische Früherziehung eingesetzt. Sie war den Handharmonikafreunden vor 15 Jahren gestiftet worden. Viele Friedrichsfelder Vereine profitierten in der Folge vom Stiftungsgedanken, nämlich Anstifter zu sein, um weitere Spender zu motivieren. Doch nicht nur in Friedrichsfeld, sondern rund um Mannheim und in Ilvesheim unterstützt die Vetter-Stiftung Projekte und Vereine, wurde lobend hervorgehoben. Für dieses große Engagement bedankte sich Friedrichsfeld mit dem Honoris-Bürgerpreis. Geschäftsführer Hartwig Trinkaus nahm die Auszeichnung entgegen. Seine Freude war besonders groß, da die Stiftung noch nie einen Preis erhalten habe. „Für uns ist das ein Ansporn ganz im Sinne Heinrich Vetters die Vereine auch weiterhin zu unterstützen“, argumentierte Hartwig Trinkaus.

Preisträgerin Margot Petzinger wurde von Jutta Preißendörfer vorgestellt. Die Ausgezeichnete repräsentiere das Ehrenamt in ganz besonderem Maße, ohne sich selbst dabei in den Vordergrund zu stellen, so die Sprecherin. Margot Petzinger hat als Turnerin beim TV 1892 Friedrichsfeld Erfolge gefeiert, sie hat aber auch schon früh Verantwortung als Übungsleiterin übernommen, führte Jutta Preißendörfer fort.

Gleichzeitig begann Petzinger bei den Schlabbdeweln mit dem Gardetanz. Sie war dort das erste Tanzdewelche und mit ihrem Ehemann Peter das erste Prinzenpaar der Schlabbdewel. Nach ihrer aktiven Laufbahn engagierte sie sich als Gardeministerin und Trainerin der Garde. Margot Petzinger hat die Mädchen der Garde betreut und mit der Verpflichtung einer professionellen Trainerin die Weichen für die erfolgreiche Zukunft der Schlabbdewel-Garden gestellt. In Würdigung ihrer 55-jährigen Aktivität für die Schlabbdewel erhielt sie 2017 den Goldenen Teufel mit fünf Brillianten. Die Liste ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten ließe sich noch fast unendlich fortsetzen. Inzwischen gehört Margot Petzinger dem Nähteam an und sorgt für die schönen Kostüme der Garden, teilweise auch bei anderen Vereinen.

Langanhaltender Applaus signalisierte, dass die Wahl richtig war. Wie es so ihre bescheidene Art ist, bedankte sich Margot Petzinger mit den Worten: „Ich habe die Zeit dafür, ich will damit etwas Sinnvolles anfangen und meine Fähigkeiten auch gerne weiter geben“. Musikalisch wurde der Vormittag, zu dem Stefan Zyprian auch die beiden früheren Honoris-Preisträger Michael Mühlbauer (2017) und Irene Steinmann (2015) begrüßen konnte, von der hervorragenden Sängerin Elena Lauretta gestaltet.